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                         IMPRESSIONEN SIEGERSCHAU 2007

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SIEGER 2007–MAIN RESULTS
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IMPRESSIONEN 2007 redigierte


 

  


IMPRESSIONEN
Siegerschau 2007 – Braunschweig, Deutschland
DER DEUTSCHE SCHÄFERHUND – DEUTSCHE SIEGERSCHAU

David Payne – Videx GSD
www.videxgsd.com

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Sieger 2007 - Pakros d' Ulmental - "gaiting"

Die Siegerschau fand dieses Jahr erstmalig in Braunschweig statt, einer Stadt im Norden Deutschlands, die etwa 60 km östlich von Hannover liegt. Braunschweig hat sich zu einer modernen Stadt gemausert, ist städtebaulich äußerst attraktiv und bietet eine schöne Altstadt.

Die Stadt von Heinrich dem Löwen ist die größte im südöstlichen Teil von Niedersachsen. Eine reizvolle und spannende Mischung von Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Zukunft kennzeichnen Braunschweig.

Aufgrund der vielen Besucher, die sich in Hotels rund um den Veranstaltungsort eingebucht hatten, war es etwas schwierig, eine Unterkunft zu finden. Einige Unterkünfte standen nicht zur Wahl, da die Hunde dort nicht in einer ländlichen Umgebung untergebracht und bewegt werden konnten, andere 3- und 4-Sterne-Hotels in Braunschweig waren schon zu Jahresbeginn vollständig ausgebucht.

An dieser Stelle also die dringende Empfehlung an die vielen Tausend, die nächstes Jahr zur Siegerschau nach Aachen kommen möchten: Reservieren Sie Ihre Hotelunterkunft so früh wie möglich. Die Hotels in Aachen werden voraussichtlich auch teurer als die in den üblichen Austragungsorten für die Siegerschau sein, Sie sollten Ihr Budget also entsprechend planen. Offensichtlich gehen die Preise dort deutlich nach oben, wenn eine Veranstaltung im Reitsportzentrum stattfindet.

Die Braunschweiger Siegerschau 2007 fand im Eintracht-Stadion statt, ein großartiger Austragungsort für diese äußerst beliebte Weltsiegerschau, weit besser geeignet als das Niederrheinstadion Oberhausen für das Event 2006 und in unmittelbarer Nähe zu dem erstklassigen Veranstaltungsort in Ulm bei Stuttgart. Ich habe vollstes Verständnis für die Schwierigkeiten, die der SV jedes Jahr dabei hat, einen geeigneten Austragungsort zu finden, ganz zu schweigen von dem unglaublichen organisatorischen Aufwand bei der Planung und der Inszenierung eines so großen Events. Wir alle sollten den Beteiligten, die so hart dafür arbeiten, diese tolle Veranstaltung Jahr für Jahr für uns zu realisieren, danken und unsere Anerkennung zollen. Es möge noch lange so weitergehen, auf dass wir noch lange die kontinuierlichen Verbesserungen aller Aspekte dieses Events genießen können, das für den GSD so entscheidend ist.

Die Ringe für die beiden Jugendklassen (12 bis 18 Monate) (Rüden & Hündinnen) und die beiden Junghundklassen (18 bis 24 Monate) (Rüden & Hündinnen) lagen nur einen kurzen und angenehmen Spaziergang vom Hauptstadion entfernt. Weitläufige, gut bemessene Ringe mit einem guten Zugang von allen Seiten, was für die Zuschauer und die zahlreichen Rufer von großem Vorteil war. Es war bemerkenswert, wie sehr sich die Anlagen für Double-Handling eigneten, ein sehr wichtiges Element, um den Deutschen Schäferhund so vorteilhaft wie möglich zu zeigen und zu präsentieren.

Im Hauptstadion befanden sich die Sitze näher an den Hunden als in den sonst bei Siegerschauen üblichen Stadien. Dies verschaffte den Zuschauern ein wesentlich besseres Erlebnis und machte Ferngläser oftmals überflüssig. Ebenso gab es einige wundervolle Blickwinkel im ganzen Stadion, um alle berühmten Hunde und ihre Nachkommen anzuschauen, oder auch die ersten 20 der Jugend- und Junghundklassen, als sie am Sonntag zur Mittagszeit durch das Hauptstadion geführt wurden. Die Zuschauer und Aussteller begrüßten dies sehr und viele hatten danach das Gefühl, dass sie aus dieser Schau sehr viel mehr als aus den vergangenen Siegerschauen mitnehmen konnten.

Ich hoffe sehr, dass der SV plant, diese Veranstaltung in naher Zukunft wieder in Braunschweig stattfinden zu lassen – oder in Ulm, auch einer meiner bevorzugten Austragungsorte.

Für das leibliche Wohl sorgten eine Reihe von unterschiedlichen Anbietern, es gab Bratwurst, vor allem Western Steaks (marinierte Schweinesteaks) und reichlich von dem großartigen deutschen Bier, das sicherlich vielen Briten besonders gut geschmeckt hat. Rund um das Stadion befanden sich viele Stände, die unterschiedliche Produkte für den Hund verkauften.

Es fanden die üblichen gesellschaftlichen Zusammenkünfte statt, insbesondere zwischen Freunden und Bekannten aus verschiedenen Ländern. Ein wertvoller Aspekt der Siegerschau ist es, Menschen zu treffen und über die Schäferhundszene zu sprechen, ihre Höhen und Tiefen, die Mutmaßungen und die Gerüchte, die Tipps für den Erfolg, die Enttäuschungen und die vermutlichen Gewinner und Platzierungen für jede Klasse etc. etc. Dies ist ein höchst erfreulicher Teil dieser tollen Show und bietet vielen einen Einblick in das Know-how und die Wahrnehmung der deutschen Show-Szene anderer. Es überrascht mich immer wieder, wie viele Menschen das System der Deutschen Schau nicht verstehen, und dass die Beurteilung für diese spektakuläre Veranstaltung jedes Jahr bereits im April beginnt. Es wäre für die GSD-Liga und den progressiven WUSV Breed Club hier in Großbritannien sehr nützlich, wenn Seminare zum deutschen Zucht- & Schauwesen stattfinden würden. Andere WUSV-Clubs in unterschiedlichen Ländern könnten genauso verfahren – und ich bin sicher, dass derartige Seminare von allen sehr begrüßt und gut besucht sein würden.

Die Finalgruppen der Gebrauchshundklassen (über 2 Jahre) wurden am Sonntagnachmittag im Hauptstadion bewertet. Aufgrund des extrem großen Eingangs wurden die Klassen gezwungenermaßen in Gruppen von etwa 50 oder 60 zusammengefasst, und um die größeren, jüngeren Klassen zu versorgen, kann es bis zu vier Gruppen geben, wie beispielsweise bei der Klasse der jungen Hündinnen. So ist es bei der Bewertung einer Gruppe recht üblich, dass einige aus dem vorderen Feld einer niedrigeren Gruppe in die nächsthöhere genommen werden, um diese zu komplettieren.

Laut Wettervorhersage sollten wir während der 3 Tage Sonne, Wolken, einige Schauer und Regen haben. Das Wetter war aber tatsächlich während der meisten Zeit der Schau sehr gut – mit einigen Wolken und heftigeren Schauern am Freitag. Am Sonntag war es dann für die Hunde wie auch die Zuschauer nahezu perfekt. Die Temperaturen waren während der drei Tage recht angenehm. Wenn man bedenkt, dass die Schau in Norddeutschland stattfand, wo das Wetter dem englischen ähnelt, so fürchteten viele, dass uns Regen den Spaß verderben könnte. Ich bin mir sicher, dass die meisten Besucher kleidungsmäßig für den besten wie auch den schlimmsten Fall ausgerüstet waren.

Wie sonst auch habe ich die ‘HAUPTERGEBNISSE’ zusammengestellt und ich hoffe, dass diese für Sie von Interesse sind. Hier können Sie auch auf einen Blick die wichtigsten Gewinner und deren Vater- und Muttertier sehen; ebenso sind die Rüden hervorgehoben, die die besten Nachkommen gebracht haben. Ich gehe später noch ausführlich auf diese Ergebnisse ein.


TOP 8 VA DOGS

Die Siegerschau 2007 brachte eine Änderung bei den Richtern für die Gebrauchshundklasse Hündinnen mit sich: Bernhard Norda vom Zwinger vom Klostermoor, und der Richter für die Gebrauchshundklasse Rüden, Reinhardt Meyer, vom Zwinger vom Bergmannshof. Reinhardt ist der neu gewählte SV Bundeszuchtwart.

Bernhard Norda ist ein bekannter und angesehener SV Richter. Er hat ein ruhiges, angenehmes Wesen und sein Know-how und die Erfahrung beim Richten der Gebrauchshundklasse der Hündinnen machten das Zuschauen zu einer wahren Freude.

Reinhardt Meyer brachte mit seiner Wahl zum SV Bundeszuchtwart im Dezember 2006 viele Fragen und Erwartungen auf, wie er die Gebrauchshundklasse Rüden beurteilen und wie er einige seiner erklärten Pläne und Ansichten zu unserer Zucht umsetzen würde. Reinhardt ist für seine Ansichten und seine eiserne Entschlusskraft zur zukünftigen Ausrichtung unserer Zucht bekannt. Dies wird sicherlich für Aufruhr bei seinen Richterkollegen und den Körmeistern sorgen. Hierzu werde ich später noch kommen.

Die Ursus-Blutlinie war in allen Klassen reichlich vertreten. Es ist jedoch klar, dass jetzt auch alternative Blutlinien auftauchen, die sehr gut zu den vielen Qualitäten, die Ursus unserer Rasse verschafft hat, passen. Wir sollten immer daran denken, dass sich die Kraft und die Substanz, die Ursus vererbt hat und die in seinen Söhnen und Töchtern weiterleben, gut kombinieren lassen und den Rüden mittlerer Kraft und Substanz nützen. Die erfolgreichen Zwinger für unsere Rasse wissen um den Wert einer vererbbaren weiblichen Linie und dass die Auswahl von geeigneten Rüden für ihre Hündinnen äußerst sorgfältig erfolgen muss.

 

ZAMP VOM THERMODOS

Eine der herausragenden Blutlinien in 2006 war die von Dux della Valcuvia. Sein Sohn Quantum von Arminius VA2 und der Sohn von Quantum, Zamp vom Thermodos, VA1 & Sieger, produzieren auch weiterhin sehr gut. Zamp verfügt über hervorragende Nachkommengruppen. Die beste Gruppe, die ich bei all meinen Besuchen auf Siegerschauen gesehen habe. Für mich hat seine Gruppe die von 2006 noch übertroffen. Diese Blutlinie wird zweifelsohne eine größere Rolle bei der zukünftigen Entwicklung unserer Rasse spielen.

In meinen letzten “Impressionen” habe ich den Wert der Vererberqualitäten der Hündinnen betont und die Dux-, die Quantum- und die Zamp-Blutlinie belegen diese Tatsache nachdrücklich. Kombinieren Sie diese erstklassigen Hündinnen mit hervorragenden Vatertieren und Sie können die wichtige Vaterlinie sehen, die entsteht. Genau deshalb sind diese Blutlinien so wertvoll für unsere Zucht. Natürlich werden sie mit anderen Linien kombiniert und auch weiterhin einen positiven Beitrag zu unserer Zucht leisten. 

In der Klasse erwachsene Rüden – Gebrauchshundklasse Rüden gab es dieses Jahr acht VA Rüden. 

 

PAKROS D'ULMENTAL

VA1 Pakros d'Ulmental wurde nach VA4 im letzten Jahr zum Sieger gemacht. Er ist ein Rüde in der absolut korrekten Größe, mittelkraftvoll mit hervorragendem Aufbau; ein Sohn des früheren Siegers Bax und der Siegerin Karma. Er hat sich als hervorragender Vererber erwiesen, unter seinen Nachkommen finden sich VA4 Vegas du Haut Mansard und mehrere schöne Hündinnen, insbesondere die Hündin V3 Lyra vom Radhaus, die V16 Nannila v.d. Freiheit Westerholt und die Jugendhündin SG7 Dara vom Murrtal. Sein junger Sohn Vegas stellt seine Kraft als Vererber bereits unter Beweis, er produziert viele hervorragende Hündinnen und einige exzellente Rüden in den Jugendklassen. (siehe HAUPTERGEBNISSE) 

 

QUENN VOM LOHERWEG

VA2 Quenn vom Loher Weg, letztes Jahr noch VA6, rückt im Vergleich zum Vorjahr mit einer erheblichen Verbesserung in seiner Nachkommengruppe völlig berechtigt vor. Viele waren der Meinung, dass sein Nachwuchs von einer derartigen Qualität sei, dass er den Siegertitel verdient hätte; die Ergebnisse der Nachkommen von Pakros und auch Quenn bieten den deutlichsten Grund für eine derartige Auffassung. Quenn zeugte viele hochplatzierte Rüden und Hündinnen, besonders zu erwähnen sind an dieser Stelle SG1 & Junghund-Sieger Godalis Tino und seine Schwester SG11 Godalis Tiara sowie der Jugendklasse-Rüde SG2 Furbo degli Achei. Ich halte Furbo für einen der STARS der diesjährigen Schau. Bitte schauen Sie sich unbedingt meine HAUPTERGEBNISSE genau an.

 

DUX de CUATRO FLORES

VA3 Dux de Cuatro Flores rückte vollkommen berechtigt von VA5 im letzten Jahr vor und bietet eine alternative Blutlinie. Ich halte ihn für einen besseren Erzeuger von Hündinnen als Rüden und seine Nachkommen schienen dies zu bestätigen. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist der Junghund-Rüde SG2 Sony vom Heinrichplatz, ein hervorragender junger Rüde. Sony wird diese exzellente Vaterlinie sicherlich fortführen und ich freue mich darauf, ihn nächstes Jahr zu sehen.

 

VEGAS DU HAUT MANSARD

VA4 Vegas du Haut Mansard, letztes Jahr VA8 und der Jugendsieger von 2005, zweifellos ein echter STAR. Er hatte seine erste Nachkommengruppe – alle kamen in die Jugendklassen. Sie sollten unbedingt beachten, dass Vegas am 16. März 2006, als er 2 Jahre alt war, auf der Deckstation war. Berücksichtigt man die Tragzeit von 2 Monaten, so wären seine allerersten Würfe am oder nach dem 16. Mai 2006 geboren, vielleicht ein paar Tage vorher, wenn einige zu früh kommen. Das bedeutet, dass nur die Würfe, die zwischen Mitte Mai bis Anfang September 2006 geboren werden, zum Zeitpunkt der diesjährigen Siegerschau ein Alter von 12+ Monaten erreichen und sich damit registrieren können – nur dreieinhalb Monate, die Zeit für Nachkommen sind. 


Winfried - Vegas - Lara

Wenn Sie diese äußerst wichtigen Tatsachen berücksichtigen, werden Sie die enorme Vererbungskraft erkennen, die Vegas mit seiner ersten Nachkommengruppe gezeigt hat, SG5 Belisar vom Aurelius, ein erstklassiger Rüde, in Besitz und der Zucht von Winfried Benitz, dem Besitzer von Vegas, SG18 Dean vom Karlsfelder Hof, SG22 Orus d'Ulmental und SG23 Peppermint's Charlie Brown

In der Jugendklasse der Hündinnen hatten wir die FANTASTISCHEN VIER, SG2 Birdy du Domaine du Parc, wiederum im Besitz von Winfried Benitz, SG3 Ussi vom Pallas Athene, SG4 Jana von der Plassenburg und SG6 Rimini von der Zenteiche. Ich habe diese Hündinnen beobachtet, als sie in der ersten 6er-Gruppe, die vom Richter bestellt wurde, im Ring gingen und trabten. Sie waren großartig – genau die richtige Größe und herrliche Bewegungen. Diese 6er-Gruppe wurde von einer Hündin angeführt, die ich für die prächtigste halte, die ich je gesehen habe. Mehr zu dieser Hündin später. Vegas zeugte auch in dieser Klasse die SG13, SG14, SG26, SG38 und SG39. Ich freue mich darauf, ihn und seine Nachkommen im nächsten Jahr zu sehen – ganz sicher ein zukünftiger Sieger.

 

ORBIT VOM HUHNEGRAB

VA5 Orbit vom Hühnegrab, ein SEHR GROßER Rüde, letztes Jahr VA3. Er hatte dieses Jahr eine bessere Nachkommengruppe, was bei der schlechten Gruppe im letzten Jahr keine schwierige Aufgabe war. Ich halte diesen Rüden nicht für einen würdigen VA und ich bin der festen Überzeugung, dass er bei der Fortsetzung der Ursus-, Yasko, Farbenspiel-Linie keine entscheidende Rolle spielen wird. Wären die SV Maßregeln bei diesem Rüden angewandt worden, wäre er dann in KKL 1 angekört worden? 


Nando vom Gollerweiher

VA6 Nando vom Gollerweiher, ein SEHR GROßER Rüde, hat im letzten Jahr seinen Schutzdienst nicht bestanden und war 2005 VA9. Ein Rüde mit einer ungewöhnlichen Pigmentierung, der sehr groß ist. Wären die SV Maßregeln bei diesem Rüden angewandt worden, wäre er dann in KKL 1 angekört worden? Ich habe gehört, dass er wenige Wochen später Italienischer Sieger wurde – (SV Zucht- und Körordnung, wenn es um die Größe geht).

 

INGODDS AGGASSI

VA7 Ingodd's Agassi, ein großer Rüde mit exzellenter Kraft und Substanz. Seine Bewegungen, insbesondere seine Umsetzung und sein Vortritt, profitieren voll von seinem kräftigen Nachschub und sorgen so für einen weit ausgreifenden Vortritt, Raumgewinn und einen harmonischen Bewegungsablauf, den er klar mit seinen Nachkommen teilt. Er war letztes Jahr V14 und hat seinen VA-Titel dieses Jahr zu Recht gewonnen. Ich habe bereits in meinen letzten IMPRESSIONEN über ihn berichtet – tatsächlich habe ich 2005, als er SG25 in der Junghundklasse der Rüden war, folgendes geschrieben: 

Der SG25 Ingodd's Agassi, ein Sohn von Ghandi, ist ein kraftvoller Rüde mit einem starken Kopf und exzellenter Farbe, was seine prächtige Gestalt unterstreicht. Für mich ist Agassi der beste Sohn von Ghandi, den ich bisher gesehen habe, und er hätte eine viel höhere Platzierung erreichen können. Agassi profitiert auch von einer Blutlinie mütterlicherseits mit norwegischen Siegerinnen, die, wie man mir berichtet hat, viele prachtvolle Hündinnen und mehrere Spitzenvererber enthält. Ingodd's Agassi ist aus einer norwegischen Zucht und steht auch in norwegischem Besitz. Er lebt in Deutschland und ich bin sicher, dass er ein Spitzenvererber wird, der die VA Ghandi von Arlett-Linie fortsetzen wird. 

Ich freue mich sehr über seine Fortschritte und seine erste Nachkommengruppe hat mich tief beeindruckt. VA Agassi wurde am 7. Oktober 2003 geboren, so dass er am 7. Oktober 2005 auf der Deckstation war. Sie können sich also selbst ausrechnen, dass er weniger als 7 Monate gedeckt hat und im Vergleich zu vielen deutschen erstklassigen Jungrüden nicht die besten Hündinnen bekam. Und sehen Sie sich an, was er produziert hat. Besonders erwähnenswert sind der Jugendrüde SG3 Gio vom Frankengold und die Jugendhündin SG15 Vienna vom Heinrichplatz. Seine junge Nachkommengruppe verfügt über viele wertvolle Qualitäten, die sie klar vom Vater geerbt hat. Ich bin sicher, dass dieser Rüde, wenn er voll und mit den Spitzenhündinnen ausdeckt, einen positiven Beitrag zu unserer Rasse leisten wird. In jedem Fall freue ich mich darauf, ihn und seine Nachkommen im nächsten Jahr zu sehen.

 

ODIN VOM HOLTKAMPER HOF

VA8 Odin vom Holtkämper Hof, letztes Jahr noch VA7, konnte sich meiner Meinung nach sehr glücklich schätzen, seinen VA-Titel zu behalten. Ein SEHR GROßER Rüde mit prächtigem Körperbau, der bei seinen letzten beiden Sieger-Präsentationen großen Eindruck gemacht hatte. Dieses Jahr stellt er jedoch seine erste Nachkommengruppe vor. Zugegebenermaßen entstand sie aus nur sieben Monaten Deckstation – ähnlich wie bei VA Agassi, doch hier hört die Ähnlichkeit aber auch schon auf. Die Nachkommen von VA Odin waren mit ein oder zwei Ausnahmen äußerst enttäuschend. Im Stand konnten sie noch überzeugen, wenn auch nicht beeindrucken, aber sobald sie sich in Bewegung setzten, insbesondere an loser Leine, wurden die Probleme offensichtlich. Als sie anfingen zu traben, musste sich jeder von seinen Hoffnungen, die er vielleicht in diese Gruppe gesetzt hatte, komplett verabschieden. Die meisten hielten ihre Lenden höher als ihren Widerrist, gleichzeitig fielen sie entweder auf der Vorhand oder bewegten sich mit flachem Widerrist – je nach Terminologie, die Sie bevorzugen, um einen derartigen Fehler zu erklären. Ihnen fehlte es an Nachschub und sie hatten dementsprechend wenig Kraft, um diese in irgendeine Art von effektiven Vortritt umzusetzen. Ich war äußerst enttäuscht, besonders weil ich ihn während der letzten zwei Jahre so bewundert und schon Pläne geschmiedet hatte, ihn später dieses Jahr einzusetzen. Mir bleibt lediglich ein Fitzelchen Hoffnung, dass er ihm vielleicht nächstes Jahr gelingen wird, eine deutlich bessere Nachkommengruppe zu präsentieren. 

V1 Yimmy van Contra, letztes Jahr noch V5, ein Sprung nach oben, den ich überhaupt nicht verstehe. Seine Nachkommen waren enttäuschend – Sie erinnern sich sicherlich daran, dass ich in meinen letzten “IMPRESSIONEN” große Hoffnungen in diesen Hund gesetzt hatte. Yimmy hat eine Zuchtwert von 114, bei dem einige Richter sicherlich denken würden, dass ein VA-Titel für ihn unmöglich ist, aber die Platzierung V1 auf der diesjährigen Schau hat gezeigt, dass er eine sehr gute und vielleicht ein oder zwei hervorragende Nachkommen produziert. Sollte er das getan haben, so habe ich sie nicht gesehen. Es wäre sehr zynisch von mir zu behaupten, dass dieser Hund vielleicht gute Beziehungen hat, also werde ich das nicht tun. Ich weiß, dass er einige Wochen später in Italien Vize-Sieger wurde – einige Entscheidungen bei unserer Zucht bringen mich immer wieder zum Staunen. 

V2 Aron della Terra dei Forte bewegt sich hervorragend, ein weiterer Rüde mit nur sehr wenig Zeit für eine Nachkommengruppe. Von diesem Rüden habe ich bisher keine Nachkommen gesehen. Wiederum kann ich die Bewertung dieses Rüden nicht nachvollziehen, besonders nicht, wenn ich mir den Rüden anschaue, der direkt nach ihm kommt. 

V3 Negus vom Holtkämper See, ein Sohn vom Sieger Zamp vom Thermodos. Ein gut aufgebauter Rüde, der sich exzellent bewegt. Er hat das, was ich für eine ausgezeichnete Vererbungslinie halte, einschließlich einer Spitzenvererberin und einem fabelhaften Spitzenvererber.


Paula vom Gut Lethe

Seine prächtige Tochter SG1 und Jugendsiegerin Paula vom Gut Lethe ist die beste Hündin, die ich je gesehen habe. Ich konnte wirklich keinerlei Fehler entdecken und ihre Vorzüge sind außerordentlich, Kopf und Ausdruck, Proportionen, Substanz, Ober- und Unterlinie, Pigmentierung, Vorhandwinkelung und ihre Oberarmlänge sowie die Lage des Schulterblatts. Ihre Hinterhandwinkelung, die Breite der Oberschenkel, kurze, starke Sprunggelenke, all dies wird zu einem majestätischen Gang, ausgewogen und zweckmäßig, und dann nahtlos zu einem wunderschönen Traben, harmonisch und weit ausgreifend – diese Mühelosigkeit machte wirklich eine Gänsehaut. Ich bin sicher, dass viele andere einem STAR zustimmen – ich gehe noch weiter und sage, dass sie ein SUPER STAR ist. Ihre Mutter Ondra vom Gut Lethe ist eine Tochter von Esto van Noort, ein Sohn des Siegers Yasko und Bruder von VA Erasmus van Noort, welche wiederum Enkel des legendären Siegers Ursus von Batu sind. Die weibliche Linie von Ondra geht zurück auf Quartz dei Templari, ein Sohn von Amigo vom Belgier. Es existieren auch Linien zu Hoss von Hasenborn und zum Sieger Jeck vom Noricum, die zugrunde liegende weibliche Linie geht zurück auf Larry vom Wiesenborn, einem Sohn von VA Fando vom Sudblick. Was macht diese Zucht nur so außerordentlich? 

Ich bin sicher, dass die Kombination von Zamp, Wallace, der exzellenten weiblichen Linie Holtkämper See und dem exzellenten Vererber Ursus durch die Yasko-Linie die größte Rolle bei der Produktion einer so fabelhaften Hündin gespielt haben. Ich plane ähnliche Kombinationen, insbesondere mit den Verbindungen der Blutlinien von Zamp, Wallace und Yasko. Ich wäre so glücklich! 

Beachten Sie, dass V3 Negus am 11. Mai 2004 geboren wurde, daher also sehr wenig Würfe hat, aus denen Nachkommen für die diesjährige Siegerschau angemeldet werden konnten. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, seine Nachkommen im nächsten Jahr zu sehen, und auch die Nachkommen seines Bruders V29 Naxos, der ebenfalls umfassend eingesetzt wird.

 

QUANTUM VOM FIEMERECK

V4 Quantum vom Fiemereck ist am 4. Juli 2004 geboren und hatte daher keine Chance auf Nachkommen hier. Ein hervorragender Rüde, der umfassend eingesetzt wird, und ganz klar derjenige, der die VA Ando-Linie fortsetzen wird. Während dieser Klasse dachte ich kurzfristig, dass er für den VA-Titel in Frage kommen würde – vielleicht im nächsten Jahr. 

Es gab mehrere andere Rüden im weiteren Verlauf der Liste, die mir aus unterschiedlichen Gründen aufgefallen sind. Ein paar werde ich nennen:


Bazi v.d. Urbecke

V6 Bazi v.d. Urbecke, ein toller Rüde, der gut eingesetzt wird. Ich freue mich darauf, seine Nachkommen im nächsten Jahr zu sehen. 

V7 Yerom vom Haus Salihin, ein exzellenter Rüde, der viel zu bieten hat. 

V8 Djenges Kahn of Sante's Home, ein SEHR GROßER Rüde mit hervorragendem Körperbau, allerdings fehlt ihm etwas bei der Bewegung.


Andrjuscha van Noort 

V13 Andrjuscha van Noort, ein Sohn von VA Hill vom Farbenspiel, ein imposanter Rüde, dessen Beliebtheit bei vielen Züchtern nicht überraschend kommt. Ein paar sehr gute Nachkommen bisher – ich hoffe, das nächstes Jahr noch mehr auftauchen.

 

V16 Astana Alfons enttäuschte mich dieses Jahr etwas, sein Schutzdienst war hervorragend, aber er hat im vergangenen Jahr bei der normalen Entwicklung nicht die Fortschritte gemacht, die ich erwartet hätte. Ich werde nächstes Jahr nach ihm Ausschau halten. 

V17 Irok Karanberg, Jugendsieger im letzten Jahr, ein hervorragender Rüde, ich bin der Meinung, dass er dieses Jahr besser aussah und in dieser Klasse etwas höher hätte liegen können, hat aber Plätze beim Traben verloren. 

V23 Digger vom Elzmündungsraum, ein Rüde, der mich beeindruckt hat. Prächtige Gestalt, hat viel zu bieten, und alle drei in diesem Wurf, zu dem Daphne und Daira gehören, sind zweifelsohne außerordentlich. Ich bin sicher, dass er ein Spitzenvererber werden wird, der von den Züchtern sehr viel nachgefragt wird. Ich denke auch, dass er einen sehr viel höheren Platz verdient. 

V34 Yukon v.d. Bastillie, ein junger Rüde mit sehr brauchbaren Blutlinien. 

V46 Wallace vom Holtkämper See, ein hervorragende Rüde, den ich sehr mag und der viel zu bieten hat – noch ein Hund, der einen viel höheren Platz verdient hätte. 

EZ Vidoc des Collines du Boischaut, ein hervorragender junger Rüde, der aus irgendeinem Grund zurückgezogen wurde. Ich hatte gedacht, dass dieser Rüde es locker unter die ersten 25 V-Rüden schafft. 

Auch bei der diesjährigen Siegerschau gab es die übliche große Zahl von zurückgezogenen Hunden. Der jährliche Exodus lässt mich verzweifeln. Er ist ein Affront gegen die Richter und sollte strenger kontrolliert werden. Aus E-Mails, die mich erreichten, weiß ich, dass viele Aussteller das Gefühl haben, dass ihr Hund vom Richter beleidigt wurde. Sie halten den zugewiesenen Platz für unwürdig und ziehen aus diesem Grund ihren Hund zurück. Meine Antwort darauf ist ganz einfach: Sie haben Ihren Hund zur Beurteilung durch den Richter eingetragen, wenn Sie sie erhalten, akzeptieren Sie sie einfach. Dass die Richter der Siegerschau diese beleidigende Menge an Zurückziehungen akzeptieren, überrascht mich immer wieder. 

Die Miteinbeziehung und Platzierung von einigen SEHR GROßEN Rüden in dieser und anderen Klassen, einschließlich einiger VA Rüden und Hündinnen und anderer Gebrauchshündinnen bei der diesjährigen Siegerschau wirft grundlegende Fragen bezüglich der Integrität der deutschen Körordnung auf. Die Aussage, dass es ihr an Integrität FEHLT, ist sicherlich nicht falsch. 

Die SV Körung verlangt, dass alle Rüden der Klasse 1 ein Maß von 65 cm oder weniger am Widerrist haben. Natürlich kann ein Rüde mit einem Maß von 65 bis 66 cm nur eine Körklasse 2 erhalten und nach der SV Zucht- und Körordnung kann JEDER RÜDE MIT ÜBER 66 cm NICHT ANGEKÖRT WERDEN und JEDE HÜNDIN MIT ÜBER 61 cm NICHT ANGEKÖRT WERDEN. Die SV Regeln besagen weiterhin, dass die Entscheidung eines Körmeisters in dieser Angelegenheit nicht angefochten werden kann, selbst wenn er 65 cm oder 66 cm mit einem höheren Maß misst und dementsprechend dem Rüden eine Körung verweigert. Derartige Regeln sind in unserem Sport nicht angebracht. KEIN Mensch ist eine Insel für sich, und absolute Macht korrumpiert. 

Viele glauben, dass Reinhardt Meyer viele Herausforderungen, mit denen sich unsere Zucht konfrontiert sieht, angehen wird, insbesondere das Thema Größe, so dass die Richter hier nichts mehr zu sagen haben. Ganz klar wird dies eine enorme Aufgabe für Reinhardt sein, da es dieses Jahr einige SEHR GROßE Rüden in seiner VA-Gruppe und im Rest seiner Klasse gab. (Auch die Ergebnisse der italienischen Siegerschau werden viele Leute beeinflussen, was ein ernsthaftes Angehen des Größenproblems betrifft – mit Nando als Sieger.) 

Ich habe sicherlich noch mehr zum Problem der Größe zu sagen. Denken Sie jedoch nicht, dass ich große Hunde nicht mag – es ist nur meine klare Einstellung, dass ich einfach möchte, dass unserer Standard bei der Zuchtgröße auf einen realistischen, echten Standard gebracht wird. Die unehrlichen Methoden beim Messen, die in Deutschland und anderswo herrschen, müssen aufhören – sie sind einfach nicht länger akzeptabel oder tolerierbar. 

Viele hochplatzierten deutschen Hunde werden sehr häufig zur Zucht verwendet und oft auch ins Ausland verkauft. Ich glaube, dass viele dieser Hunde die komplett falsche Höhe beim Widerrist in ihrer Körung haben. Wäre die Messung korrekt und in Übereinstimmung mit der derzeitigen SV Zucht- und Körordnung erfolgt, würden solche Hunde eine Körung NICHT mehr erhalten. Ein derartiger Verlust wäre für unsere Zucht eine Tragödie. Können Sie sich vorstellen, wo unsere Zucht heute ohne einige dieser großartigen (großen) Rüden wäre? Die SV Zucht- und Körordnung sollte derartige Rüden nicht aus unserem Zuchtbestand ausschließen, und ihr Einschluss sollte nicht darauf basieren, dass solche Regeln gebrochen werden – daher bin ich für Änderungen. 

Mir wurde berichtet, dass viele deutschen, importierten Rüden dieses Jahr mit einer Körklasse 1 bei der kanadischen Siegerschau eingetragen wurden, und mir wurde auch mitgeteilt, dass der deutsche SV Richter diese Rüden gemessen und sie aus der Gebrauchshundklasse geworfen hat, da sie zu groß waren. Ich weiß auch, dass viele der erbosten Besitzer dieser Rüden darüber nachdenken, Klage gegen den SV hinsichtlich ihrer Körung gemäß der Zucht- und Körordnung zu erheben, bei der es zu offensichtlichen und sehr schwerwiegenden Ungenauigkeiten kam. Ich würde gerne mehr über diese und ähnliche Vorkommnisse erfahren. Es besteht kein Zweifel, dass etwas an unserem Zuchtstandard hinsichtlich der Größe unserer GSD und an den Regeln und Vorschriften in Verbindung mit dem Messen von Hunden geändert werden muss. 

Unser derzeitiger Rassestandard schreibt vor, dass die ideale Größe für einen Rüden bei 62,5 cm liegt – was für ein Witz. Wie viele Rüden mit dieser Größe finden Sie unter den tausenden bei der Siegerschau? Der Standard besagt weiter, dass eine Abweichung von 2,5 cm in beide Richtungen von diesem Ideal zulässig sind. Können Sie sich einen Rüden mit 60 cm vorstellen? Ich würde hysterisch zusammenbrechen, wenn ich jemals einen sehen sollte. Und würde ich jemals einen züchten, so würde ich mir große Sorgen über seinen genetischen Aufbau machen. Können Sie sich vorstellen, einen Rüden mit weniger als 62,5 cm in einen Schauring zu bringen oder einen solchen Rüden für Ihr Zuchtprogramm einzusetzen? Wir müssen realistisch werden, ich bin seit über 30 Jahren in dieser Zucht, ich bin ein Championshop Show Judge und ein halbwegs erfolgreicher Züchter. Ich verzweifele an unserem Rassestandard bei der Höhe des Widerrists und ich ärgere mich, wenn meine Intelligenz immer wieder beleidigt wird. Auf vielen GSD-Schauen in der ganzen Welt höre ich, dass Hunde eine Körklasse 1 aus Deutschland haben, und wenn ich sie anschaue und sogar einige von ihnen messe, sind sie größer als 66 cm, einige sogar bis zu 70 cm. 

Es ist höchste Zeit, dass der SV damit aufhört, die Körung aufgrund einer Übergröße zu verweigern und den Rassestandard zur Größe ändert. Ich würde vorschlagen, dass 65 cm das ideale Maß für einen Rüden ist, und dass wir eine Abweichung von 2,5 cm in beide Richtungen zu diesem Maß für eine Körklasse 1 erlauben sollten. Außerhalb dieses Bereichs sollte eine Ankörung in Körklasse 2 ergeben. Es sollte möglicht sein, die Messung anzufechten, falls der Besitzer den Maßen, die der Körmeister abgenommen hat, nicht zustimmt. Ich bin absolut sicher, dass gut über 95 % der Rüden in den Schauringen dieser Welt in den von mir vorgeschlagenen Bereich fallen. Mit einen sehr großen Anteil in der oberen Hälfte. 

Wir haben einen Rassestandard für die Größe, die vom SV, den SV Richtern und den Körmeistern als unantastbar und “in Stein gemeißelt” erachtet wird. Dann erlaubt dieses System diesen wenigen Menschen, auf eine sehr selektive Art und Weise auf einer unpräzisen Messung zu bestehen, insbesondere bei der Körung. Sollte hier irgendjemand der Meinung sein, dass meine Infragestellung der Fähigkeit eines Körmeisters, präzise und ehrlich zu messen, falsch ist, dann brauchen wir kein System zur Anfechtung, dann lassen Sie die perfekten Körmeister bitte vortreten. 

Wenn der SV das Ausmaß des Problems anzweifelt oder meine Bemerkungen und Behauptungen in irgendeiner Weise anzweifeln möchte, würde ich gerne vorschlagen, dass sie die unabhängige Messung der ersten 20 Hunden ALLER Klassen der Siegerschau 2008 in Aachen veranlassen. Mein Vorschlag beabsichtigt NICHT, die Verantwortlichkeiten des Richters in irgendeiner Weise zu ersetzen, er beabsichtigt, eine unabhängige und sachliche Information zur Größe jedes ausgestellten Hundes zu bekommen. Die Maßinformation sollte dann zum frühestmöglichen Zeitpunkt in der SV Zeitung veröffentlicht werden. Solche offenen und transparenten Prüfungen von einfach erhaltbaren Informationen zu den Spitzenhunden auf der Siegerschau jedes Jahr wären von unschätzbarem Wert für den zukünftigen Erfolg unserer Zucht. Das ist uns sicherlich allen klar. 

Ich vergesse nicht einen Augenblick lang, dass diese Siegerschau die “Deutsche Siegerschau” ist. Jedoch ist sich der SV der weltweiten Verantwortung, die er für unsere Zucht hat, und des weltweiten Einflusses dieser Siegerschau voll bewusst. Nicht zu vergessen die weltweite Macht und der Einfluss, die der SV durch den WUSV besitzt. 

Ich bin der festen Überzeugung, dass, wenn der SV weder Änderungen beim Rassestandard zur Größe einführt, noch Änderungen seiner Zucht- und Körordnung zur Größe, insbesondere in Bezug auf das Körwesen, er sich in Zukunft mit Rechtsstreitigkeiten in Deutschland und anderen Teilen der Welt konfrontiert sieht. Man sollte sich bewusst sein, dass wir in einer Zeit leben, in der Rechtsstreitigkeiten häufiger werden, aber auch eine sehr einfache und umfassende globale Kommunikation möglich ist. Die momentane Situation ist nicht haltbar und die Herausforderung besteht darin, Änderungen zu formulieren, die nachhaltig sind und eine transparente Ehrlichkeit fördern. Vielleicht kann eine Klage gegen die Körmeister angestrengt werden, die eine derartige absolute Macht bei der Körung und insbesondere bei der Messung der Größe der Hunde haben. 

Körordnung Punkt 2.5.4 Das Urteil des amtierenden Körmeisters ist endgültig. Ein Einspruch dagegen ist nicht zulässig.

Körordnung Punkt 6.4
Maße und Gewichte. Die Maße für Gewicht, Brusttiefe und Brustumfang können durch den Körleiter oder durch einen beauftragten Helfer genommen werden; die Abnahme des Widerristmaßes erfolgt durch den Körmeister. 

Körordnung Punkt 7.5 Nachstehende Mängel schließen eine Körung aus: b) Über– bzw. Untergröße von mehr als 1 cm. 

Körordnung Punkt 7.7.3 Die Körung endet durch “Abkörung”. Diese erfolgt auf Antrag des Körmeisters oder eines Zuchtrichters an das Köramt (Hauptgeschäftsstelle). Für die Zeitdauer eines Verfahrens kann das Ruhen der Körung angeordnet werden. 

Die Sieger-Richter für 2008 und alle SV Richter sollten JEDEN HUND, der in Deutschland gezeigt wurde, messen. Falls ein Hund zu groß ist, sollten sie unmittelbar die Körordnung Punkt 7.7.3 anwenden. Wenn ihnen dies nicht möglich ist, sollten sie zumindest ehrlich bei der TATSÄCHLICH VORHERRSCHENDEN GRÖßE unserer Zucht sein, und den Rassestandard entsprechend anpassen. Es ist inakzeptabel, den Kopf in den Sand zu stecken. Das Größenproblem wird nicht kleiner, wenn alles wächst, und wir müssen der Realität ins Auge sehen und unbedingt neue Höhenmaße beim Rassestandard implementieren. Ich glaube absolut nicht an das Argument, dass wenn die Größe beim Rassestandard angehoben wird, unsere Rasse sogar noch größer wird. Das ist ein Argument, das von denjenigen kommt, die das jetzt unehrliche und korrupte System beibehalten wollen. Der Weg, um sicherstellen, dass das NICHT passiert, ist ganz einfach: Richter und Körmeister messen ehrlich und sehr streng, absolut OHNE AUSNAHMEN, noch nicht einmal für Freunde oder andere Richter oder Körmeister oder irgendwelche anderen Beziehungen. Der SV muss dann eine Regel einrichten, die einen Richter oder Körmeister seines Amts enthebt, wenn er einen Hund nicht richtig misst. Vielleicht kann das berühmte deutsche “Effizienz und Qualität” dem SV in dieser wichtigen Angelegenheit nahegelegt werden. 

Vielleicht hatte der SV Richter der kanadischen Siegerschau 2007 den Mut (sic), übergroße Hunde aus der Klasse zu werfen, aber nicht genug Mut, um die oben genannte Körordnung Punkt 7.7.3 umzusetzen. Andererseits hatte er ihn vielleicht doch??? 

Noch einmal: Ich entschuldige mich nicht dafür, dass ich diese sehr ernsten Themen in meinen IMPRESSIONEN anspreche. Die Siegerschau ist die weltweit wichtigste und einflussreichste Deutsche Schäferhund-Schau. Wir müssen alle die wichtigsten Themen, die die Zukunft unserer Zucht betreffen, ansprechen und für Diskussionen offen sein, so dass sie von den mächtigen und einflussreichen Deutschen Schäferhund-Organisationen, insbesondere denjenigen in Deutschland, dem Heimatland, ernst genommen werden. 


VA1 Gina - VA2 Pania - VA3 Hasel

In der Klasse erwachsene Hündinnen – Gebrauchshundklasse Hündinnen gab es dieses Jahr neun VA Hündinnen. 

Die meisten Hündinnen an der Spitze dieser Klasse waren sehr groß und sehr schön. Ich bin tief beeindruckt von der Qualität, genauer gesagt der Substanz von vielen Hündinnen, die am Sonntag vorgestellt wurden.


Gina vom Aquamarin

VA1 & Siegerin Gina vom Aquamarin, eine große, gehaltvolle Hündin, die letztes Jahr VA7 war und ihren Titel in diesem Jahr voll verdient hat. Wunderschöner, femininer Kopf und Ausdruck, harmonischer Körperbau, herrliche Ober- und Unterlinie, korrekte Winkelungen. Ihr Trab war einzigartig, mit einem perfekten Vortritt, der ihren enormen Nachschub voll ergänzte. Ihre Leistung war durchgehend mustergültig, eine sehr würdige Gewinnerin.

VA2 Pania dell’ Alto Pino, letztes Jahr noch VA9, wiederum eine hervorragende Hündin, eine Tochter von Zamp vom Thermodos.

VA3 Hasel vom Streek, eine sehr ausgewogene Hündin, die richtige Größe, ein wunderschöner Körperbau und ein hervorragender Bewegungsablauf. Sie war 2005 VA4.

 

YASMIN VOM NIEUWLANDSHOF

VA4 Yasmin vom Nieuwlandshof, eine GROßE Hündin, letztes Jahr noch VA3, ihre Größe war dieses Jahr zwischen den anderen größeren Hündinnen weniger auffällig. Eine sehr starke, schöne Hündin, die sich in diesem Jahr besser als im vergangenen präsentierte. Gezüchtet von einem Topzwinger in den Niederlanden. Ich habe mich sehr gefreut, dass ihr Züchter Geert Kroesen nach langer Krankheit wieder sehr gut aussah.

VA5 Lana v d Zenteiche, letztes Jahr noch VA4, eine wunderschöne Hündin, die sich sehr gut präsentierte.

Die restlichen VA Hündinnen waren alle hervorragend und haben ihre VA Bewertungen voll verdient. Es war schön zu sehen, dass noch mehr fabelhafte Hündinnen von Zamp vom Thermodos kommen. Zusätzlich zu VA2 Pania gab es VA9 Chiara vom Steffen Haus, letztes Jahr noch V2, V1 Alisha, V4 Chanel, V8 Daphne, Schwester von Daira von Sue Belfield, jetzt in England, V19 Kurina. Was für ein exzellentes Vermächtnis hinterlässt Zamp unserer Rasse.

Diese Gebrauchshundklasse der Hündinnen, insbesondere die Spitzengruppe, sind für die Zukunft unserer Zucht sehr vielversprechend.


Judge Henning Setzer & his team - Junghund Male Class

In der Junghundklasse der Rüden gab es für mich keine Stars. Obwohl hier einige hervorragende Rüden vertreten waren, fehlte anscheinend allen etwas, bzw. hatte der SG3 Rüde etwas zuviel, nämlich zuviel Größe.


GODALIS TINO

Junghund-Sieger SG1 Godalis Tino, ein prächtiger Sohn von VA Quenn vom Loher Weg, ein sehr gut gebauter Hund, korrekte Größe und Proportionen. Bei seiner Zucht und einem sehr niedrigen ZW von 73 sowie seiner exzellenten weiblichen Vererberlinie bin ich sicher, dass viele Züchter ihn einsetzen werden. Ich freue mich darauf, ihn nächstes Jahr zu sehen, bin aber der Meinung, dass SG2 Furbo degli Achei (ZW = 78) in der Jugendklasse der Rüden eine echte Gefahr für die VA-Krone ihres Vaters Tino darstellen wird.


Tyson vom Kottersbusch

Ein weiterer Herausforderer wird sicherlich der SG3 in seiner Klasse Tyson vom Köttersbusch (ZW = 79) sein, ein sehr großer Rüde, und ein weiterer einzigartiger Sohn von VA Quenn und einer herrlichen Zuchthündin. Insgesamt denke ich, dass Tyson den Titel Jugendsieger verdient hat. Ich habe in Tyson alle Qualitäten eines Jugendsiegers gefunden. Er ist ein großer Rüde, aber ich sicher, dass seine Körung ihn mit 65 cm messen wird. Schauen Sie nur, wie viele andere hochplatzierten Söhne von VA Quenn in seiner Klasse waren. Es überrascht daher nicht, dass viele Leute der Meinung sind, dass Quenn ein würdiger Sieger ist – vielleicht im nächsten Jahr.

SG2 Sony vom Heinrichplatz, dieser Sohn von VA Dux Cuatro Flores ist ein sehr guter Rüde, zeigte allerdings Mängel bei der Vorhand und hätte niedriger platziert werden sollen.


SG 4 Tuareg v. Bad-Boll (Yanox Bad-Boll - Fanny Val del Lambro)


SG 14 Magnum z. Kolbenguß  (Quenn Löher Weg x Helen Kolbenguß)


SG21 Victor vom Zellwaldrand (Zamp vom Thermodos x Melinda Niemberger Eck)

Obwohl diese Klasse sehr viele gute Hunde enthielt, gab es nur wenige mit echten Qualitäten.

Junghundklasse der Hündinnen, eine Klasse von SEHR GROßEN Hündinnen, in der Spitzengruppe war kaum eine Hündin unter 62 cm zu finden. Haben wir bei unserer Rasse ein Problem mit der Größe? Ganz sicher NICHT! Wir haben nur ein Problem mit dem unangemessenen Rassestandard hinsichtlich der Größe.


Ronja vom Haus Burow

SG1 Ronja vom Haus Burow, ein sehr große, prächtige Hündin nach dem legendären VA Esko vom Danischen Hof. Es ist toll zu sehen, dass er noch immer noch das Rennen macht. Ronja war nicht im besten Zustand, aber dies tat ihrer insgesamt herausragenden Leistung keinen Abbruch. Sie präsentierte sich mustergültig.


Irina vom Frutteto

SG2 Irina vom Frutteto, eine sehr große, prächtige Hündin nach dem sehr großen Rüden Ken vom Elzmündungsraum.

SG3 Gloria vom Valtenberg und SG4 Pola v.d. Zenteiche, beide nach Hannibal Stieglerhof, einem Rüden, der vom Richter dieser Klasse gezüchtet wurde. Beides prächtige, sehr große Hündinnen.

SG6 Via v.d. Alma Mater, eine weitere erstklassige Tochter von VA Esko vom Danischen Hof.

Sg10 Jade v.d. Zomerdijkslanden, eine weitere wunderschöne Hündin von der Spitzenvererberin Jacky v.d. Zomerdijkslanden.

VA Quenn und Sieger Zamp hatten viele exzellente Hündinnen unter den Topplatzierungen in dieser Klasse. Es wird sehr interessant werden, wenn Züchter diese beiden Hunde in ihren Zuchtprogrammen kombinieren. Ich rechne mit hervorragenden Nachkommen.

Jugendklasse der Rüden, für mich eine der besten Klassen in der Schau, nur übertroffen durch die Jugendklasse der Hündinnen.


Panjo vom Kirschental

SG1 & Jugendsieger Panjo vom Kirschental ist für mich ein STAR, ähnlich gezüchtet wie der Sieger Zamp vom Thermodos, ein Sohn von Quantum, von einer VA Esko-Tochter, besitzt Panjo alle Qualitäten eines zukünftigen VA. Er ist ein großer, starker und gehaltvoller Rüde mit außerordentlicher Gestalt und präsentierte eine beispielhafte Leistung. Ein sehr würdiger Jugendsieger.


Furbo degli Achei

SG2 Furbo degli Achei, ein weiterer Rüde, den ich für einen STAR dieser Schau halte, prächtige Gestalt, reich pigmentiert, er ist ein großer Rüde mit wunderschönem Kopf und Ausdruck und zieht die Aufmerksamkeit durch eine insgesamt exzellente Erscheinung auf sich. Er ist ein Sohn von VA Quenn, der eine äußerst rosige Zukunft vor sich hat – ein italienischer Rüde, von dem viele hoffen, dass er auf Deckstation in Deutschland sein wird.


Xaro vom Ben Harten

SG4 Xaro vom Ben Harten, ein hervorragender Sohn von Sieger Zamp und VA Anta vom Ben Harten, einer Lieblingshündin von mir. Obwohl abgehaart konnte nichts von seiner insgesamten Prächtigkeit ablenken und er ist ein Rüde, der ausbaufähig ist – eine sehr wichtige und wertvolle Qualität bei einem jungen Rüden. Seine Anatomie ist äußerst beeindruckend und als er sich bewegte, erfüllten sich meine Erwartungen. Ich bin sicher, dass er sich während der normalen Reife zu einem einzigartigen Rüden entwickelt, der den Züchtern viel bieten wird.

SG5 Belisar vom Aurelius, ein prächtiger Sohn von VA Vegas du Haut Mansard und der Spitzenvererberin Pippi vom Wildsteiger Land, die wiederum eine Tochter der legendären Spitzenvererberin Marit vom Wildsteiger Land ist. Was für eine fabelhafte Kombination von Spitzenvererbern hat dieser Hund, um seinen Stammbaum zu vollenden. Ein Rüde, den ich sehr gerne für mein Zuchtprogramm einsetzen würde (und hoffentlich werde).


Bruno du Val D'Anzin

SG7 Bruno du Val D'Anzin, ein überragender Sohn von Bravos vom Steffen Haus und der prächtigen Siegerin Tabata du Val D'Anzin. Ein großer, kräftiger und gehaltvoller Rüde, der mich beeindruckt hat. Er kann auf eine sichere Zukunft blicken, sowohl im Schauring als auch bei kritischen Züchtern.

Ich war beeindruckt von der Zahl von Rüden in dieser Klasse und ich freue mich darauf zu sehen, wie sie sich für das nächste Jahr entwickeln. Sie sind sehr vielversprechend und bieten den Züchtern eine große Auswahl. Ich hoffe ganz klar, dass viele ihr offensichtliches Versprechen halten werden.


Birdy du Domaine du Parc

Jugendklasse Hündinnen

VA4 Vegas du Haut Mansard dominierte diese Klasse mit vielen wunderschönen Hündinnen, insbesondere mit den FANTASTISCHEN VIER, SG2 Birdy du Domaine du Parc, SG3 Ussi vom Pallas Athene, SG4 Jana von der Plassenburg und SG6 Rimini von der Zenteiche. Diese Hündinnen verkörpern ihr wundervolles Vatertier mit hervorragender Gestalt und prächtigem Bewegungsablauf – sie sind einfach wundervoll. Ich weiß, dass ich sie bereits erwähnt habe, aber sie verdienen die erneute Nennung, genau wie die SG1 und Junghund-Siegerin Paula vom Gut Lethe, eine großartigen Hündin. Mir ist aufgefallen, dass diese Klasse eine sehr gute Qualitätstiefe hat und in der ersten Gruppe waren viele Hündinnen von jungen Vatertieren, was viel für die Zukunft hoffen lässt. Ich rechne damit, dass viele der Spitzenhündinnen in dieser Klasse nächstes Jahr die Gebrauchshundklasse der Hündinnen dominieren werden. Ich rechne ebenfalls damit, dass die Nachkommen von VA Vegas ALLE Klassen der Hündinnen im nächsten Jahr dominieren werden.

Nun freue ich mich auf die Siegerschau im nächsten Jahr, die in Aachen, in der Nähe von Köln im Nordwesten Deutschlands stattfinden wird. Aachen ist eine sehr wohlhabende Stadt mit sehr guten, obgleich teuren Hotels. Viele 3- und 4-Sterne-Hotels berechnen um die 150 Euro pro Nacht, oftmals ohne Frühstück. Also buchen Sie bitte Ihre Hotels früh genug, damit Sie nicht enttäuscht werden. Holland und Belgien sind nicht weit entfernt vom Austragungsort, falls Sie also bereit sind, einen Weg von bis zu 40 km auf sich zu nehmen, können Sie auch dort preisgünstige Hotels buchen. Rose & Harry Emmett haben wieder einmal ihren exzellenten Sieger-Trip zur diesjährigen Schau organisiert, und ich habe gehört, dass sie ihn nächstes Jahr wieder planen und hoffentlich noch oft in der Zukunft. Aufgrund der Nähe des Austragungsorts Aachen zur Fährverbindung Dover – Calais, etwa 3 Stunden Fahrzeit von Calais, wird der Reisebus direkt zum Hotel in Aachen fahren. Die Trips finden große Unterstützung und Anklang – die Atmosphäre ist fantastisch. Da man die sonst übliche Übernachtung in Frankreich wegfallen lässt, wird der Trip kürzer sein. Diejenigen unter Ihnen, die noch nie auf einer Siegerschau waren, oder seit Jahren nicht mehr, kommen Sie 2008. So Gott will, werden wir uns dort treffen.

David Payne – Videx GSD
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