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IMPRESSIONEN
Siegerschau 2007 – Braunschweig, Deutschland
DER DEUTSCHE SCHÄFERHUND – DEUTSCHE SIEGERSCHAU

Dies ist eine editierte Version, mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors.

Autor: David Payne – Videx GSD

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Die Siegerschau fand dieses Jahr erstmalig in Braunschweig statt, einer Stadt im Norden Deutschlands, die etwa 60 km östlich von Hannover liegt. Braunschweig hat sich zu einer modernen Stadt gemausert, ist städtebaulich äußerst attraktiv und bietet eine schöne Altstadt.

Die Stadt von Heinrich dem Löwen ist die größte im südöstlichen Teil von Niedersachsen. Eine reizvolle und spannende Mischung von Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Zukunft kennzeichnen Braunschweig.

Aufgrund der vielen Besucher, die sich in Hotels rund um den Veranstaltungsort eingebucht hatten, war es etwas schwierig, eine Unterkunft zu finden. Einige Unterkünfte standen nicht zur Wahl, da die Hunde dort nicht in einer ländlichen Umgebung untergebracht und bewegt werden konnten, andere 3- und 4-Sterne-Hotels in Braunschweig waren schon zu Jahresbeginn vollständig ausgebucht.

An dieser Stelle also die dringende Empfehlung an die vielen Tausend, die nächstes Jahr zur Siegerschau nach Aachen kommen möchten: Reservieren Sie Ihre Hotelunterkunft so früh wie möglich. Die Hotels in Aachen werden voraussichtlich auch teurer als die in den üblichen Austragungsorten für die Siegerschau sein, Sie sollten Ihr Budget also entsprechend planen. Offensichtlich gehen die Preise dort deutlich nach oben, wenn eine Veranstaltung im Reitsportzentrum stattfindet.

Die Braunschweiger Siegerschau 2007 fand im Eintracht-Stadion statt, ein großartiger Austragungsort für diese äußerst beliebte Weltsiegerschau, weit besser geeignet als das Niederrheinstadion Oberhausen für das Event 2006 und in unmittelbarer Nähe zu dem erstklassigen Veranstaltungsort in Ulm bei Stuttgart. Ich habe vollstes Verständnis für die Schwierigkeiten, die der SV jedes Jahr dabei hat, einen geeigneten Austragungsort zu finden, ganz zu schweigen von dem unglaublichen organisatorischen Aufwand bei der Planung und der Inszenierung eines so großen Events. Wir alle sollten den Beteiligten, die so hart dafür arbeiten, diese tolle Veranstaltung Jahr für Jahr für uns zu realisieren, danken und unsere Anerkennung zollen. Es möge noch lange so weitergehen, auf dass wir noch lange die kontinuierlichen Verbesserungen aller Aspekte dieses Events genießen können, das für den GSD so entscheidend ist.

Die Ringe für die beiden Jugendklassen (12 bis 18 Monate) (Rüden & Hündinnen) und die beiden Junghundklassen (18 bis 24 Monate) (Rüden & Hündinnen) lagen nur einen kurzen und angenehmen Spaziergang vom Hauptstadion entfernt. Weitläufige, gut bemessene Ringe mit einem guten Zugang von allen Seiten, was für die Zuschauer und die zahlreichen Rufer von großem Vorteil war. Es war bemerkenswert, wie sehr sich die Anlagen für Double-Handling eigneten, ein sehr wichtiges Element, um den Deutschen Schäferhund so vorteilhaft wie möglich zu zeigen und zu präsentieren.

Im Hauptstadion befanden sich die Sitze näher an den Hunden als in den sonst bei Siegerschauen üblichen Stadien. Dies verschaffte den Zuschauern ein wesentlich besseres Erlebnis und machte Ferngläser oftmals überflüssig. Ebenso gab es einige wundervolle Blickwinkel im ganzen Stadion, um alle berühmten Hunde und ihre Nachkommen anzuschauen, oder auch die ersten 20 der Jugend- und Junghundklassen, als sie am Sonntag zur Mittagszeit durch das Hauptstadion geführt wurden. Die Zuschauer und Aussteller begrüßten dies sehr und viele hatten danach das Gefühl, dass sie aus dieser Schau sehr viel mehr als aus den vergangenen Siegerschauen mitnehmen konnten.

Ich hoffe sehr, dass der SV plant, diese Veranstaltung in naher Zukunft wieder in Braunschweig stattfinden zu lassen – oder in Ulm, auch einer meiner bevorzugten Austragungsorte.

Für das leibliche Wohl sorgten eine Reihe von unterschiedlichen Anbietern, es gab Bratwurst, vor allem Western Steaks (marinierte Schweinesteaks) und reichlich von dem großartigen deutschen Bier, das sicherlich vielen Briten besonders gut geschmeckt hat. Rund um das Stadion befanden sich viele Stände, die unterschiedliche Produkte für den Hund verkauften.

Es fanden die üblichen gesellschaftlichen Zusammenkünfte statt, insbesondere zwischen Freunden und Bekannten aus verschiedenen Ländern. Ein wertvoller Aspekt der Siegerschau ist es, Menschen zu treffen und über die Schäferhundszene zu sprechen, ihre Höhen und Tiefen, die Mutmaßungen und die Gerüchte, die Tipps für den Erfolg, die Enttäuschungen und die vermutlichen Gewinner und Platzierungen für jede Klasse etc. etc. Dies ist ein höchst erfreulicher Teil dieser tollen Show und bietet vielen einen Einblick in das Know-how und die Wahrnehmung der deutschen Show-Szene anderer. Es überrascht mich immer wieder, wie viele Menschen das System der Deutschen Schau nicht verstehen und dass die Beurteilung für diese spektakuläre Veranstaltung jedes Jahr bereits im April beginnt. Es wäre für die GSD-Liga und den progressiven WUSV Breed Club hier in Großbritannien sehr nützlich, wenn Seminare zum deutschen Zucht- & Schauwesen stattfinden würden. Andere WUSV-Clubs in unterschiedlichen Ländern könnten genauso verfahren – und ich bin sicher, dass derartige Seminare von allen sehr begrüßt und gut besucht sein würden.

Die Finalgruppen der Gebrauchshundklassen (über 2 Jahre) wurden am Sonntagnachmittag im Hauptstadion bewertet. Aufgrund des extrem großen Eingangs wurden die Klassen gezwungenermaßen in Gruppen von etwa 50 oder 60 zusammengefasst, und um die größeren, jüngeren Klassen zu versorgen, kann es bis zu vier Gruppen geben, wie beispielsweise bei der Klasse der jungen Hündinnen. So ist es bei der Bewertung einer Gruppe recht üblich, dass einige aus dem vorderen Feld einer niedrigeren Gruppe in die nächsthöhere genommen werden, um diese zu komplettieren.

Laut Wettervorhersage sollten wir während der 3 Tage Sonne, Wolken, einige Schauer und Regen haben. Das Wetter war aber tatsächlich während der meisten Zeit der Schau sehr gut – mit einigen Wolken und heftigeren Schauern am Freitag. Am Sonntag war es dann für die Hunde wie auch die Zuschauer nahezu perfekt. Die Temperaturen waren während der drei Tage recht angenehm. Wenn man bedenkt, dass die Schau in Norddeutschland stattfand, wo das Wetter dem englischen ähnelt, so fürchteten viele, dass uns Regen den Spaß verderben könnte. Ich bin mir sicher, dass die meisten Besucher kleidungsmäßig für den besten wie auch den schlimmsten Fall ausgerüstet waren.

Wie sonst auch habe ich die ‘HAUPTERGEBNISSE’ auf meiner Website www.videxgsd.com zusammengestellt und ich hoffe, dass diese für Sie von Interesse sind. Sie können dort auch auf einen Blick die wichtigsten Gewinner und deren Vater- und Muttertier sehen; ebenso sind die Rüden hervorgehoben, die die besten Nachkommen gebracht haben.

Die Siegerschau 2007 brachte eine Änderung bei den Richtern für die Gebrauchshundklasse Hündinnen mit sich: Bernhard Norda vom Zwinger vom Klostermoor, und der Richter für die Gebrauchshundklasse Rüden, Reinhardt Meyer, vom Zwinger vom Bergmannshof. Reinhardt ist der neu gewählte SV Bundeszuchtwart.

Bernhard Norda ist ein bekannter und angesehener SV Richter. Er hat ein ruhiges, angenehmes Wesen und sein Know-how und die Erfahrung beim Richten der Gebrauchshundklasse der Hündinnen machten das Zuschauen zu einer wahren Freude.

Reinhardt Meyer brachte mit seiner Wahl zum SV Bundeszuchtwart im Dezember 2006 viele Fragen und Erwartungen auf, wie er die Gebrauchshundklasse Rüden beurteilen und wie er einige seiner erklärten Pläne und Ansichten zu unserer Zucht umsetzen würde. Reinhardt ist für seine Ansichten und seine eiserne Entschlusskraft zur zukünftigen Ausrichtung unserer Zucht bekannt. Dies wird sicherlich für Aufruhr bei seinen Richterkollegen und den Körmeistern sorgen. Hierzu werde ich später noch kommen.

Die Ursus-Blutlinie war in allen Klassen reichlich vertreten. Es ist jedoch klar, dass jetzt auch alternative Blutlinien auftauchen, die sehr gut zu den vielen Qualitäten, die Ursus unserer Rasse verschafft hat, passen. Wir sollten immer daran denken, dass sich die Kraft und die Substanz, die Ursus vererbt hat und die in seinen Söhnen und Töchtern weiterleben, gut kombinieren lassen und den Rüden mittlerer Kraft und Substanz nützen. Die erfolgreichen Zwinger für unsere Rasse wissen um den Wert einer vererbbaren weiblichen Linie und dass die Auswahl von geeigneten Rüden für ihre Hündinnen äußerst sorgfältig erfolgen muss.

Eine der herausragenden Blutlinien in 2006 war die von Dux della Valcuvia. Sein Sohn Quantum von Arminius VA2 und der Sohn von Quantum, Zamp vom Thermodos, VA1 & Sieger, produzieren auch weiterhin sehr gut. Zamp verfügt über hervorragende Nachkommengruppen. Die beste Gruppe, die ich bei all meinen Besuchen auf Siegerschauen gesehen habe. Für mich hat seine Gruppe die von 2006 noch übertroffen. Diese Blutlinie wird zweifelsohne eine größere Rolle bei der zukünftigen Entwicklung unserer Rasse spielen.

In meinen letzten “Impressionen” habe ich den Wert der Vererberqualitäten der Hündinnen betont und die Dux-, die Quantum- und die Zamp-Blutlinie belegen diese Tatsache nachdrücklich. Kombinieren Sie diese erstklassigen Hündinnen mit hervorragenden Vatertieren und Sie können die wichtige Vaterlinie sehen, die entsteht. Genau deshalb sind diese Blutlinien so wertvoll für unsere Zucht. Natürlich werden sie mit anderen Linien kombiniert und auch weiterhin einen positiven Beitrag zu unserer Zucht leisten.

Auch bei der diesjährigen Siegerschau gab es die übliche große Zahl von zurückgezogenen Hunden. Der jährliche Exodus lässt mich verzweifeln. Er ist ein Affront gegen die Richter und sollte strenger kontrolliert werden. Aus E-Mails, die mich erreichten, weiß ich, dass viele Aussteller das Gefühl haben, dass ihr Hund vom Richter beleidigt wurde. Sie halten den zugewiesenen Platz für unwürdig und ziehen aus diesem Grund ihren Hund zurück. Meine Antwort darauf ist ganz einfach: Sie haben Ihren Hund zur Beurteilung durch den Richter eingetragen, wenn Sie sie erhalten, akzeptieren Sie sie einfach. Dass die Richter der Siegerschau diese beleidigende Menge an Zurückziehungen akzeptieren, überrascht mich immer wieder.

Die Miteinbeziehung und Platzierung von einigen SEHR  GROßEN Rüden in dieser und anderen Klassen, einschließlich einiger VA Rüden und Hündinnen und anderer Gebrauchshündinnen bei der diesjährigen Siegerschau wirft grundlegende Fragen bezüglich der Integrität der deutschen Körordnung auf. Die Aussage, dass es ihr an Integrität FEHLT, ist sicherlich nicht falsch.

Die SV Körung verlangt, dass alle Rüden der Klasse 1 ein Maß von 65 cm oder weniger am Widerrist haben. Natürlich kann ein Rüde mit einem Maß von 65 bis 66 cm nur eine Körklasse 2 erhalten und nach der SV Zucht- und Körordnung kann JEDER RÜDE MIT ÜBER 66 cm NICHT ANGEKÖRT WERDEN und JEDE HÜNDIN MIT ÜBER 61 cm NICHT ANGEKÖRT WERDEN. Die SV Regeln besagen weiterhin, dass die Entscheidung eines Körmeisters in dieser Angelegenheit nicht angefochten werden kann, selbst wenn er 65 cm oder 66 cm mit einem höheren Maß misst und dementsprechend dem Rüden eine Körung verweigert. Derartige Regeln sind in unserem Sport nicht angebracht. KEIN Mensch ist eine Insel für sich, und absolute Macht korrumpiert.

Viele glauben, dass Reinhardt Meyer viele Herausforderungen, mit denen sich unsere Zucht konfrontiert sieht, angehen wird, insbesondere das Thema Größe, so dass die Richter hier nichts mehr zu sagen haben. Ganz klar wird dies eine enorme Aufgabe für Reinhardt sein, da es dieses Jahr einige SEHR GROßE Rüden in seiner VA-Gruppe und im Rest seiner Klasse gab. (Auch die Ergebnisse der italienischen Siegerschau werden viele Leute beeinflussen, was ein ernsthaftes Angehen des Größenproblems betrifft – mit Nando als Sieger.)

Ich habe sicherlich noch mehr zum Problem der Größe zu sagen. Denken Sie jedoch nicht, dass ich große Hunde nicht mag – es ist nur meine klare Einstellung, dass ich einfach möchte, dass unser Standard bei der Zuchtgröße auf einen realistischen, echten Standard gebracht wird. Die unehrlichen Methoden beim Messen, die in Deutschland und anderswo herrschen, müssen aufhören – sie sind einfach nicht länger akzeptabel oder tolerierbar.

Viele hochplatzierte deutsche Hunde werden sehr häufig zur Zucht verwendet und oft auch ins Ausland verkauft. Ich glaube, dass viele dieser Hunde die komplett falsche Höhe beim Widerrist in ihrer Körung haben. Wäre die Messung korrekt und in Übereinstimmung mit der derzeitigen SV Zucht- und Körordnung erfolgt, würden solche Hunde eine Körung NICHT mehr erhalten. Ein derartiger Verlust wäre für unsere Zucht eine Tragödie. Können Sie sich vorstellen, wo unsere Zucht heute ohne einige dieser großartigen (großen) Rüden wäre? Die SV Zucht- und Körordnung sollte derartige Rüden nicht aus unserem Zuchtbestand ausschließen, und ihr Einschluss sollte nicht darauf basieren, dass solche Regeln gebrochen werden – daher bin ich für Änderungen.

Mir wurde berichtet, dass viele der deutschen, importierten Rüden dieses Jahr mit einer Körklasse 1 bei der kanadischen Siegerschau eingetragen wurden und mir wurde auch mitgeteilt, dass der deutsche SV Richter diese Rüden gemessen und sie aus der Gebrauchshundklasse geworfen hat, da sie zu groß waren. Ich weiß auch, dass viele der erbosten Besitzer dieser Rüden darüber nachdenken, Klage gegen den SV hinsichtlich ihrer Körung gemäß der Zucht- und Körordnung zu erheben, bei der es zu offensichtlichen und sehr schwerwiegenden Ungenauigkeiten kam. Ich würde gerne mehr über diese und ähnliche Vorkommnisse erfahren. Es besteht kein Zweifel, dass etwas an unserem Zuchtstandard hinsichtlich der Größe unserer GSD und an den Regeln und Vorschriften in Verbindung mit dem Messen von Hunden geändert werden muss.

Unser derzeitiger Rassestandard schreibt vor, dass die ideale Größe für einen Rüden bei 62,5 cm liegt – was für ein Witz. Wie viele Rüden mit dieser Größe finden Sie unter den tausenden bei der Siegerschau? Der Standard besagt weiter, dass eine Abweichung von 2,5 cm in beide Richtungen von diesem Ideal zulässig sind. Können Sie sich einen Rüden mit 60 cm vorstellen? Ich würde hysterisch zusammenbrechen, wenn ich jemals einen sehen sollte. Und würde ich jemals einen züchten, so würde ich mir große Sorgen über seinen genetischen Aufbau machen. Können Sie sich vorstellen, einen Rüden mit weniger als 62,5 cm in einen Schauring zu bringen oder einen solchen Rüden für Ihr Zuchtprogramm einzusetzen? Wir müssen realistisch werden, ich bin seit über 30 Jahren in dieser Zucht, ich bin ein Championshop Show Judge und ein halbwegs erfolgreicher Züchter. Ich verzweifele an unserem Rassestandard bei der Höhe des Widerrists und ich ärgere mich, wenn meine Intelligenz immer wieder beleidigt wird. Auf vielen GSD-Schauen in der ganzen Welt höre ich, dass Hunde eine Körklasse 1 aus Deutschland haben und wenn ich sie anschaue und sogar einige von ihnen messe, sind sie größer als 66 cm, einige sogar bis zu 70 cm.

Es ist höchste Zeit, dass der SV damit aufhört, die Körung aufgrund einer Übergröße zu verweigern und den Rassestandard zur Größe ändert. Ich würde vorschlagen, dass 65 cm das ideale Maß für einen Rüden ist, und dass wir eine Abweichung von 2,5 cm in beide Richtungen zu diesem Maß für eine Körklasse 1 erlauben sollten. Außerhalb dieses Bereichs sollte eine Ankörung in Körklasse 2 ergeben. Es sollte möglich sein, die Messung anzufechten, falls der Besitzer den Maßen, die der Körmeister abgenommen hat, nicht zustimmt. Ich bin absolut sicher, dass gut über 95 % der Rüden in den Schauringen dieser Welt in den von mir vorgeschlagenen Bereich fallen, mit einem sehr großen Anteil in der oberen Hälfte.

Wir haben einen Rassestandard für die Größe, die vom SV, den SV Richtern und den Körmeistern als unantastbar und “in Stein gemeißelt” erachtet wird. Dann erlaubt dieses System diesen wenigen Menschen, auf eine sehr selektive Art und Weise auf einer unpräzisen Messung zu bestehen, insbesondere bei der Körung. Sollte hier irgend jemand der Meinung sein, dass meine Infragestellung der Fähigkeit eines Körmeisters, präzise und ehrlich zu messen, falsch ist, dann brauchen wir kein System zur Anfechtung, dann lassen Sie die perfekten Körmeister bitte vortreten.

Wenn der SV das Ausmaß des Problems anzweifelt oder meine Bemerkungen und Behauptungen in irgendeiner Weise anzweifeln möchte, würde ich gerne vorschlagen, dass sie die unabhängige Messung der ersten 20 Hunde ALLER Klassen der Siegerschau 2008 in Aachen veranlassen. Mein Vorschlag beabsichtigt NICHT, die Verantwortlichkeiten des Richters in irgendeiner Weise zu ersetzen, er beabsichtigt, eine unabhängige und sachliche Information zur Größe jedes ausgestellten Hundes zu bekommen. Die Maßinformation sollte dann zum frühestmöglichen Zeitpunkt in der SV Zeitung veröffentlicht werden. Solche offenen und transparenten Prüfungen von einfach erhaltbaren Informationen zu den Spitzenhunden auf der Siegerschau jedes Jahr wären von unschätzbarem Wert für den zukünftigen Erfolg unserer Zucht. Das ist uns sicherlich allen klar.

Ich vergesse nicht einen Augenblick lang, dass diese Siegerschau die “Deutsche Siegerschau” ist. Jedoch ist sich der SV der weltweiten Verantwortung, die er für unsere Zucht hat und des weltweiten Einflusses dieser Siegerschau voll bewusst. Nicht zu vergessen, die weltweite Macht und der Einfluss, die der SV durch den WUSV besitzt.

Ich bin der festen Überzeugung, dass, wenn der SV weder Änderungen beim Rassestandard zur Größe einführt, noch Änderungen seiner Zucht- und Körordnung zur Größe, insbesondere in Bezug auf das Körwesen, er sich in Zukunft mit Rechtsstreitigkeiten in Deutschland und anderen Teilen der Welt konfrontiert sieht. Man sollte sich bewusst sein, dass wir in einer Zeit leben, in der Rechtsstreitigkeiten häufiger werden, aber auch eine sehr einfache und umfassende globale Kommunikation möglich ist. Die momentane Situation ist nicht haltbar und die Herausforderung besteht darin, Änderungen zu formulieren, die nachhaltig sind und eine transparente Ehrlichkeit fördern. Vielleicht kann eine Klage gegen die Körmeister angestrengt werden, die eine derartige absolute Macht bei der Körung und insbesondere bei der Messung der Größe der Hunde haben.

Körordnung Punkt 2.5.4 Das Urteil des amtierenden Körmeisters ist endgültig. Ein Einspruch dagegen ist nicht zulässig.

Körordnung Punkt 6.4 Maße und Gewichte. Die Maße für Gewicht, Brusttiefe und Brustumfang können durch den Körleiter oder durch einen beauftragten Helfer genommen werden; die Abnahme des Widerristmaßes erfolgt durch den Körmeister.

Körordnung Punkt 7.5 Nachstehende Mängel schließen eine Körung aus: b) Über– bzw. Untergröße von mehr als 1 cm.

Körordnung Punkt 7.7.3 Die Körung endet durch “Abkörung”. Diese erfolgt auf Antrag des Körmeisters oder eines Zuchtrichters an das Köramt (Hauptgeschäftsstelle). Für die Zeitdauer eines Verfahrens kann das Ruhen der Körung angeordnet werden.

Die Sieger-Richter für 2008 und alle SV Richter sollten JEDEN HUND, der in Deutschland gezeigt wurde, messen. Falls ein Hund zu groß ist, sollten sie unmittelbar die Körordnung Punkt 7.7.3 anwenden. Wenn ihnen dies nicht möglich ist, sollten sie zumindest ehrlich bei der TATSÄCHLICH VORHERRSCHENDEN GRÖßE unserer Zucht sein, und den Rassestandard entsprechend anpassen. Es ist inakzeptabel, den Kopf in den Sand zu stecken. Das Größenproblem wird nicht kleiner, wenn alles wächst und wir müssen der Realität ins Auge sehen und unbedingt neue Höhenmaße beim Rassestandard implementieren. Ich glaube absolut nicht an das Argument, dass wenn die Größe beim Rassestandard angehoben wird, unsere Rasse sogar noch größer wird. Das ist ein Argument, das von denjenigen kommt, die das jetzt unehrliche und korrupte System beibehalten wollen. Der Weg, um sicherstellen, dass das NICHT passiert, ist ganz einfach: Richter und Körmeister messen ehrlich und sehr streng, absolut OHNE AUSNAHMEN, noch nicht einmal für Freunde oder andere Richter oder Körmeister oder irgendwelche anderen Beziehungen. Der SV muss dann eine Regel einrichten, die einen Richter oder Körmeister seines Amtes enthebt, wenn er einen Hund nicht richtig misst. Vielleicht kann das berühmte deutsche “Effizienz und Qualität” dem SV in dieser wichtigen Angelegenheit nahegelegt werden.

Vielleicht hatte der SV Richter der kanadischen Siegerschau 2007 den Mut (sic), übergroße Hunde aus der Klasse zu werfen, aber nicht genug Mut, um die oben genannte Körordnung Punkt 7.7.3 umzusetzen. Andererseits hatte er ihn vielleicht doch???

Noch einmal: Ich entschuldige mich nicht dafür, dass ich diese sehr ernsten Themen in meinen IMPRESSIONEN anspreche. Die Siegerschau ist die weltweit wichtigste und einflussreichste Deutsche Schäferhund-Schau. Wir müssen alle die wichtigsten Themen, die die Zukunft unserer Zucht betreffen, ansprechen und für Diskussionen offen sein, so dass sie von den mächtigen und einflussreichen Deutschen Schäferhund-Organisationen, insbesondere denjenigen in Deutschland, dem Heimatland, ernst genommen werden.

Ich freue mich schon auf die Siegerschau im nächsten Jahr, die in Aachen, in der Nähe von Köln im Nordwesten Deutschlands stattfinden wird. Aachen ist eine sehr wohlhabende Stadt mit sehr guten, obgleich teuren Hotels. Viele 3- und 4-Sterne-Hotels berechnen um die 150 Euro pro Nacht, oftmals ohne Frühstück. Also buchen Sie bitte Ihre Hotels früh genug, damit Sie nicht enttäuscht werden. Holland und Belgien sind nicht weit entfernt vom Austragungsort, falls Sie also bereit sind, einen Weg von bis zu 40 km auf sich zu nehmen, können Sie auch dort preisgünstige Hotels buchen. Rose & Harry Emmett haben wieder einmal ihren exzellenten Sieger-Trip zur diesjährigen Schau organisiert und ich habe gehört, dass sie ihn nächstes Jahr wieder planen und hoffentlich noch oft in der Zukunft. Aufgrund der Nähe des Austragungsorts Aachen zur Fährverbindung Dover – Calais, etwa 3 Stunden Fahrzeit von Calais, wird der Reisebus direkt zum Hotel in Aachen fahren. Die Trips finden große Unterstützung und Anklang – die Atmosphäre ist fantastisch. Da man die sonst übliche Übernachtung in Frankreich wegfallen lässt, wird der Trip kürzer sein. Diejenigen unter Ihnen, die noch nie auf einer Siegerschau waren, oder seit Jahren nicht mehr, kommen Sie 2008. So Gott will, werden wir uns dort treffen.

 David Payne – Videx GSD
 
 

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