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                         Stärken und Schwächen

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Stärken und Schwächen
des modernen Deutschen Schäferhundes


Vortrag von
Peter van Oirschot,
Verantwortlicher für Zuchtangelegenheiten  des SV Niederlande

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Einleitung

Ich möchte mich bei der DSH Ratsversammlung, der „Educational Working Party“, ihrem Vorsitzenden, dem ehrenwerten Herrn Percy Elliott, der Assistentin Frau Sheila Rankin und meinem Kollegen, dem internationalen Richter, Herrn Brian Wootom für die Einladung zu diesem Gespräch über Themen der Zucht, Haltung, Arbeit und Ausstellen des DSH im 21. Jahrhundert, bedanken. 

Zunächst möchte ich mich ihnen vorstellen. Mein Name ist Peter van Oirschot. Seit meiner Kindheit bewundere ich Hunde. Das eindrucksvollste Geburtstagsgeschenk, das ich je erhalten habe, bekam ich an meinem 12. Geburtstag. Es war eine reinrassige DSH Hündin und seit dieser Zeit beschäftige ich mich mit der Rasse. 1968 wurde mein Zwingername „Van de Herderskring“ registriert und ich wurde ein junges Mitglied im niederländischen VDH sowie im deutschen SV. Ich trainierte ungefähr 12 verschiedene Hunde für die SchH und hatte verschiedene Funktionen im VDH (Vereeniging van Fokkers en Liefebbers van Duitse Herdershonded ), dem Verein für Züchter und Liebhaber des DSH in den Niederlanden. 1984 wurde ich vom Kennel Club Niederlande zum DSH Richter und vom SV Deutschland zum SV Zuchtrichter ernannt. 1988 wurde ich Körmeister und seit 1990 bin ich Zuchtwart (Vereinszuchtwart, verantwortlicher für Zuchtangelegenheiten) des niederländischen VDH. 

Meine Karriere innerhalb des DSH Systems kann man als klassisch bezeichnen…. Ich habe von ganz unten angefangen mit der Grundlage praktischer Erfahrungen. Ich arbeite mit DSH, ich züchte sie, ich stelle sie aus und ich verwöhne sie. Ich habe das große Glück DSH Freunde in aller Welt zu treffen und mit ihnen die allgemeine Begeisterung und die aufrichtige Verbundenheit mit unserer Rasse zu teilen. Wie damals fühle ich noch immer, einen tiefen Respekt für arbeitende Schäferhunde: sie suchen nach Minen und Sprengstoff, arbeiten als Rettungshunde, bei der Fährtenarbeit nutzt man ihre Sinne, ihre Intelligenz und Wachsamkeit macht sie geeignet für die vielfältige Aufgaben und ist der Inbegriff des besten Freund des Menschen. Dennoch ist seine vielleicht wichtigste Aufgabe, eine Quelle der Freude in tausenden von Haushalten zu sein, als großartiger, zuverlässiger und intelligenter Begleiter. 

Herr Brian Wooton nannte mir drei interessante Themen, um die Diskussion zu beginnen:

(1) Stärken und Schwächen des modernen DSH – gegenwärtige Tiere und Blutlinien, gefolgt von einer natürlich offenen Interaktion und Diskussion zu diesem Thema unter der Leitung Ihres Vorsitzenden. (2) Wir werden unser Wissen über den Körperbau auffrischen, warum und was bewerten wir? Tun wir als Richter unser Äußerstes, um die Anforderungen von Gesundheit, Gebrauchseigenschaften beim Körperbau, und standardgerechten Typ, … auszufüllen? Wie richten wir und warum? Um unser Wissen aufzufrischen, werden wir uns ein Video ansehen und anschließend darüber diskutieren. Streben wir mit dem modernen Richten nach dem kosmetisch schönsten Hund oder haben wir andere Ziele?

(3) Der DSH - Ist er eine geteilte Rasse? Stärken und Schwächen bei Zucht und Schau auf dem Kontinent. 

TEIL 1: STÄRKEN UND SCHWÄCHEN DES MODERNEN DSH: DERZEITIGE TIERE UND BLUTLINIEN 

Dies ist kein neues Thema. Diese Diskussion ist eine unendliche Geschichte und jede Generation und ihre Zeit muss darauf gemäß ihrer gegenwärtigen Situation antworten, indem sie ihre eigenen Fragen stellt und die Geschichte dazu nutzt, sie zu beantworten und Verantwortung zu zeigen. Wir müssen auch neue Fragen stellen und uns bei dem Thema „Stärken und Schwächen der aktuellen Blutlinien in unserer Rasse“ verantwortungsvoll zeigen. 

Blutlinien: Was bedeutet das? Eine Blutlinie gründet sich meistens auf einen einflussreichen Vater, der seine Charakteristika durch Inzucht und Linienzucht an eine Reihe seiner anverwandten Nachkommen weitergibt. In Deutschland benutzt man das Wort Hochzucht und dazu gehört die Zucht mit den besten Hunden: Die Zuchtlinien und Familien von Hunden, die in einem Zeitabschnitt zu den besten Vertretern ihrer Rasse zählen. Dies gipfelt in den wichtigsten Veranstaltungen in der DSH Welt - besonders den großen Hauptzuchtschauen. Es gibt Landesgruppen- und Siegerschauen in verschiedenen Ländern; doch an der Spitze liegt die Hauptzuchtschau im Ursprungsland Deutschland.  Hundelinien und Familien und deren Nachkommen, die dort auftreten können, gehören zur Hochzucht. Dieses System dominiert seit Jahrzehnten die Zucht des Deutschen Schäferhundes und hat einen weltweiten Einfluss auf die Zucht unserer Rasse. Bei diesem System müssen wir im Gedächtnis behalten – Väter haben den größten Einfluss auf die Population. Die Mütter sind am wichtigsten für den individuellen Erfolg eines Züchters (oder des Zwingers). 

Der moderne DSH ist ein Produkt dieser Hochzucht. Mehrere sehr gute Bücher in Großbritannien haben seine Geschichte behandelt z. B. die Werke von Malcolm Willis und Brian Wooton. Aus diesen Büchern haben wir erfahren, dass man in jeder Zeitperiode eigene Probleme in der Rasse bewältigen muss. Zu viele junge Leute haben eine romanische Sicht auf die Vergangenheit. Die Wahrheit ist, dass in den frühen Jahren der Entstehung der Rasse, diese neue Rasse aussah wie eine hässliche Kreuzung der etablierten „Luxus“ Schaurassen. Anfang des 20. Jahrhunderts brachten Inzucht und Linienzucht einen schnellen Fortschritt. Inzucht heißt, Tiere miteinander zu kombinieren, die enger miteinander verwandt sind als der Durchschnitt der Population. Enge Inzucht bedeutet Eltern mit Kindern, (Halb)Brüder und (Halb) Schwestern zu kombinieren. Linienzucht heißt die 3., 4. oder 5. Generation zu kombinieren. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es ernste Probleme mit dem Charakter und die Nationalsozialisten missbrauchten diese Gebrauchseigenschaften für Zwecke, über die wir nicht sprechen wollen. Es dauerte sehr lange dieses sehr schlechte Image loszuwerden. Wenn wir die Entwicklung unserer Rasse vergleichen, stellen wir einen Wandel des allgemeinen Typs und des Gebäudes fest. Es besteht ein großer Unterschied zu anderen Rassen, deren Standard durch ideale Repräsentanten und dem Idealbild der Rasse, in der Vergangenheit festgelegt wurde. Der „Architekt“ des DSH, Max von Stephanitz, legte einen visionären Standard an, der in der Zukunft erreicht werden sollte. Als er starb war sein Werk noch nicht vollendet. Sein Testament war, den DSH als einen geeigneten Gebrauchshund zu erhalten, mit einer Anzahl neuer Aufgaben als ein Helfer des Menschen, mit einem Erscheinungsbild und einem Wesen, das auf den exzellenten mentalen Qualitäten eines Hütehundes mit der kontinentalen Bedeutung von Gesundheit in Körper und Geist basiert. 

In der Vergangenheit führte uns das Thema Blutlinien zu einer Debatte darüber, welches der richtige Typ sei. Im Moment haben wir eine allgemeine Meinung was den Standardtyp betrifft. Die Fragen, die wir nun beantworten müssen lauten:        

  1. Wie steht es mit dem heutigen Standardtyp?

  2. Wie steht es mit der Stabilität der Rasse;  ihrer Gesundheit,
                     ihrem Auftreten, ihrem Image?

  3. Wie steht es mit dem DSH als geeigneten Gebrauchshund
                     und Helfer des Menschen?

  4. Wie steht es mit der Harmonie zwischen Erscheinungsbild
                     und Temperament und die ausgezeichneten mentalen
                     Eigenschaften: Gesundheit in Körper und Geist?
             


Utz Haus Schutting


Klodo vom Boxberg


Rolf Osnabrucker Land


Alf vom Nordfelsen


Jalk Fohlenbrunnen

Standardgerechter Typ

Die Entwicklung des Standardtyps kann klar an Hunden, wie Sieger 1925 Klodo v. Boxberg  demonstriert werden. Zu seiner Zeit brachte er einen Wendepunkt für die Probleme dieser Zeit und war ein überraschender Sieger. Er markierte den Standardtyp eines mehr gestreckten, mittelgroßen Hundes, zu einer Zeit als die Hunde groß,  kantig, und hochbeinig waren und das Wesen sich verschlechtert hatte. Von Stephanitz überraschte das DSH Schema als er den deutschen Titel dem grauen Tschechischen Sieger gab, der ein gutes Wesen hatte aber viel langes Fell.

Der Sieger 1929: Utz Haus Schuetting war ein ebenfalls ein Wendepunkt. Er dominiert die Blutlinien in der Hochzucht und seit Utz ist Schwarz-gelb „in“ und grau  „out“. Die (graue) Farbe kommt in Linien ohne Utz vor. Kritisiert wurde Utz wegen fehlendem Wesen  und Zahnproblemen. 

VA 1950/51 – Rolf Osnabrückerland und Sieger 1955 Alf Nordfelsen sind Beispiele erfolgreicher komplementärer Zucht. VA 1962/63 Jalk Fohlenbrunnen, die Sieger &VA der Siebziger, „die großen drei“ Quanto Wienerau, Canto Wienerau, Mutz Pelztierfarm. Quanto/Canto Wienerau sind Beispiele der komplementärer – und erfolgreicher Inzucht: „L“- Wurf Wienerau – VA Jalk Fohlenbrunnen.


Canto von der Wienerau


Quanto von der Wienerau


Mutz von der Pelztierfarm

Mutz Pelztierfarm bildete eine sehr gute Kombination mit Quanto Wienerau. Mutz brachte gutes Wesen für die Leistung und Maskulinität. Als direkte Vater-Linie verschwindet sein Einfluss. 

In den 1980er wurde die Hündin Palme Wildsteiger Land durch ihre Söhne, Sieger Uran Wildsteiger Land und Quando Arminius, zu einer Quelle des Erfolgs für den Wildsteiger Land Zwinger. Sie hatte in der Zucht einen bedeutenden Einfluss. 

Der „Q“-Wurf  Arminius mit Sieger Quando brachte den legendären Odin Tannenmeise hervor. Durch den „Q“-Wurf Arminius/Uran Wildsteigerland (Palme), Odin Tannenmeise (Quando A) und Cello Römerau (Quana A) ist die Inzucht nun sehr eng geworden und diese PALME/URAN/QUANDO/ODIN/CELLO Familie brachte uns in den 1990er Jahren bis heute: Ulk Arlett, Ursus Batu, Yasko Farbenspiel.


Palme vom Wildsteiger Land


Uran vom Wildsteiger Land


Quando vom Arminius

Wenn man die oben erwähnten Hunde betrachtet, können wir folgern, dass es einen klaren Vergleich des Standardtyps gibt, ohne Übertypisierung, wir sie beim amerikanischen Standard und dem Elsässer sehen. Wir wollen keinen kosmetischen Hund. DSH Zucht heißt nicht schön, schöner, am schönsten. Eine Zuchtschau ist kein Schönheitswettbewerb. Wir können ebenfalls daraus folgern, dass die Zeit der Gebrüder Walter (Wienerau) und Hermann Martin (Arminius) mehr Einheitlichkeit in die Hochzucht brachte. Was wir uns selbst fragen sollten ist, ob wir entsprechend dem Idealstandard des visionären von Stephanitz züchten? Ich denke, in unserer Zeit gilt es eine Warnung zu beachten: Mehr zu wollen, kann bedeuten schlechter zu werden. 

Im Allgemeinen haben wir den Standardtyp des DSH tatsächlich verbessert. Ich denke, den Höhepunkt der Zucht haben wir in den 80ern gesehen z. B. in der Quanto Wienerau Linie über Quando Arminius zu Odin Tannenmeise und bei Uran Wildsteigerland. Aber jeder Vorteil bringt auch Nachteile mit sich. Wir haben eine Einheitlichkeit des genetischen Make-ups und das bedeutet Verlust von genetischer Vielfalt. Einheitlichkeit des Typs aber auch Einheitlichkeit in der Pigmentierung bedeutet manchmal auch weniger Pigmentierung. Aus der Hochzucht wurde das kopieren der Erfolgsformel erfolgreicher Züchter, also mehr vom Gleichen zu machen. Die Forderung nach Typ, war eine Forderung nach dem predominanten Typ, bestimmt durch den in aller Welt berühmten Zwinger „von der Wienerau“. Von diesem Typ abzuweichen, hieß von der Hochzucht abzuweichen. Die Hochzucht entwickelte sich zu einer Einbahnstraße. 

Wenn wir etwas kritisieren, müssen wir dies gemäß der Ziele des Standards tun

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Winkelungen der Vorderhand, speziell die Lage der Schulterblätter und Reichweite der Vorderhand

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Klare Unterschiede bei den Geschlechtsmerkmalen zwischen Rüden und Hündinnen

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Volle Pigmentierung

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ein athletischer Hund – Größe und allgemeines Gewich

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Die Umrisslinien – speziell ein gerader Rücken und die korrekte Länge der Unterlinie

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Längen- und Höhenproportionen

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ein ausgeglichener Hund ohne übertriebene Hinterhandwinkelung. Im Verhältnis zum Mittelteil und den Vorderhandwinkelungen gut ausgebildete Hüftstücke.

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Korrekte Front – und Brustentwicklung

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Korrekte Gelenke, Ellenbogen, Sprunggelenke und korrektes Kommen und Gehen. 

Für einen geeigneten Gebrauchshund heißt das, eine harmonische und ausdauernde Gangart aber auch eine ausreichende Grundgeschwindigkeit zu haben, und mit Leichtigkeit laufen, galoppieren, springen, sitzen und wenden zu können. Er sollte nicht übergroß und übergewichtig sein und kein grobes Aussehen und Mangel an Stabilität haben. Natürlich muss ein Champion bei seinem Auftreten auch Geist zeigen und Charisma haben. Ein Zuchtrüde muss sich wie ein perfekter Gentleman benehmen, muss zuverlässig und selbstbewusst sein. 

Aber wo es Sonne gibt, gibt es auch Schatten.  Die 1990er Jahre bis heute brachten uns auch einen DSH am obersten Limit von Größe und Gewicht. Viel Kritik betraf die Oberlinie, einem überstreckten Körper, gebogenen Rücken, abfallenden Rücken, unausgeglichene Hunde, mit steilen Oberarmen in Kombination mit einer überwinkelten Hinterhand sowie schlechte Fronten, Ellenbogen und Kuhässigkeit. Wie kann ein solcher Hund ausgezeichnete Platzierungen bekommen, sogar auf einer Hauptzuchtschau? Weil typvolle Hunde mit einem raumgreifenden Seitengangwerk, die professionell vorgeführt werden, beeindrucken können! Übertreibungen warten an jeder Ecke, manchmal ist es weiser etwas beizubehalten als es verbessern zu wollen. 

Nehmen wir z. B. folgende Probleme: weiche Ohren, Übergröße, weiches Wesen, Oberarme und Fronten und werfen einen Blick auf die einflussreichsten Vererber: 

-                      Palme Wildsteigerland – übergroß, Ohren

-                      Uran Wildsteigerland (Palme) – Zwerge, Ohren

-                      Quando (Q Wurf) Arminius (Palme) – übergroß, Front/Oberarme,
               mangelnde Belastbarkeit

-                      Cello Römerau (Quana A) – übergroß, Ohren, Oberarm

-                      Odin Tannenmeise (Quando A) - 65 cm/Ohren, Wesen (träge).       


Odin v. Tannenmeise


Cello von der Romerau


Ursus von Batu


Yasko vom Farbenspiel

Größe, Ohrenprobleme, Wesensfehler, vielleicht einige gesundheitliche, physische und genetische Probleme, sind möglicherweise das Ergebnis kontinuierlicher Familienzucht und Inzucht, bei der man die Probleme ignoriert. 

Die Hochzucht wurde zu einer großen Familie. Wir sehen das an der Pigmentierung. Das Wesen der Rasse haben wir sicherlich verbessert. Der DSH wurde ein freundlicherer aber zugleich ein weicherer Hund. Weniger Härte bedeutet auch, mehr Eignung als Familienhund. Aber immer mehr Hunde werden lustlos, es fehlt ihnen an Geist und einige zeigen sich unter Stress beeindruckt. Im Allgemeinen, sind Hunde mit solchem Wesen zuverlässig und natürlich nicht gefährlich oder scheu. Aber diesen freundlichen, weichen Hunden fehlt es unter stressigen Umständen an Belastbarkeit, Geist und Ausdauer, und sie können nicht das leisten was wir von einem vielseitigen Gebrauchshund erwarten. Können wir unseren Hochzuchthund für die Sünden seiner Familie  verantwortlich machen? Das heißt nicht, dass er keinen guten Charakter hat, sondern dass wir manchmal etwas vermissen…. 

Derzeitige Probleme von die der ehemalige  SV Präsident Herr P. Messler in seinen jährlichen Bericht ansprach:

* Gesundheit: HD/ED: Probleme im Rückenbereich

* Übertypisierung: Überwinkelung: ohne Stabilität der Hinterläufe im Stand
   und in der Bewegung.

* Der Gesamterscheinung wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt –
   zu viel Betonung der Details.

* Probleme mit Übergröße, Gewicht, Pigmentierung.

* Farb (Typ) Vielfalt – genetische Vielfalt.

* Mehr genetische Vielfalt – mehr Gesundheit und Vitalität. Zu starke Betonung
  der Einheitlichkeit bei der Gesamterscheinung. 

EINE GETEILTE RASSE?

In seinem Jahresbericht (2002) erklärte Herr Messler: „Innerhalb des SV gibt es zwei Populationen des Deutschen Schäferhundes. Eine Population besteht aus einer Reihe von Tieren die verwandt sind. Es gibt einen klaren Unterschied zwischen Hochzucht und Leistungszucht (Gebrauchshundlinien). In der Leistungszucht gibt es gewöhnlich verwandte Tiere, die bei nationalen und Landesgruppen Prüfungen ausgewählt und von Gebrauchshundleuten unterstützt werden. Kurz gesagt, ergibt sich daraus eine Polarisation innerhalb des SV und eigennützige Interessengruppen: sie züchten für ihren eigenen Markt und haben ein spezielles Interesse am Welpenmarkt. Einfach ausgedrückt, es gibt zwei Gruppen: Schauleute gegen Gebrauchshundleute. Wenn sie die direkten Vaterlinien der VA/V Rüden bei der Hauptzuchtschau 2002 vergleichen, werden sie einen Unterschied zwischen den Linien mit Utz Haus Schuetting und denen ohne Utz feststellen und den Anteil an grauen Hunden bemerken. Wenn sie das Erscheinungsbild der beiden Populationen miteinander vergleichen, werden sie deutliche Unterschiede bezüglich der Größe, des Gewichtes, Gesamterscheinung und der Pigmentierung sehen. Es gibt einen Unterschied im genetischen Aufbau. Im Allgemeinen können die Gebrauchshundlinien anatomisch nicht das hohe Niveau erreichen, welches die Hochzucht gemäß dem Standard erreicht hat,  und die Hochzucht hat gewöhnlich Probleme mit den „Trieben und Instinkten“, die man als grundlegend für das Erreichen der Höchstleistungen der Gebrauchshunde bezeichnen kann. Diese Polarisierung hat verschiedene Arten von Ortsgruppen und eine Spaltung der Delegierten bei der Mitgliederversammlung zur Folge. Die stille Mehrheit der Hundebesitzer ist dabei meistens nicht vertreten. Es gibt innerhalb des SV eine  deutliche Krise in der Politik und den Zuchtzielen und einen Verlust von Tausenden von Mitgliedern.“ 

Wir sprachen schon über die Probleme, die die Hochzucht betreffen, aber es gibt sicherlich auch eine Krise in der Leistungszucht. Auch bei dieser Zucht sehen wir, dass die Blutlinien durch die selektierte Inzucht von vier oder fünf vorherrschenden Tieren oder Linien knapp werden. Viele Gebrauchshunde haben Probleme, die Mindestbewertung „Gut“ zu erreichen ganz zu schweigen von den Qualitäten für die Körklasse 1. Auch in diesen Linien sieht man gesundheitliche und körperliche Probleme. Die wahre Krise aber besteht darin, dass die Zuchttiere der heutigen Züchter von Gebrauchshunden, den Standard der Hunde die die Wurzeln ihrer Stammbäume bilden, nicht erreichen. Es gab eine Zeit in der es eine ungeteilte Rasse gab, VA und V Hunde auf der Hauptzuchtschau und LG Schau wie zum Beispiel: VA Bernd Lierberg, VA Seffe Busecker Schloss, VA Mutz Pelztierfarm, VA Frei Gugge und V Hunde wie Nico Haus Beck, Mike Bungalow, Greif Lahntal, verschiedene Busecker Schloss Hunde, usw. Dies sind die Wurzeln der heutigen Gebrauchshundelinien und sie erfüllten die universellen Ziele des Standards und gehörten auch zur Hochzucht. Die heutigen Züchter von Gebrauchshunden sollten dem Beispiel der Altmeister aus der Vergangenheit  folgen. Müssen sie sich mit weniger zufrieden geben? Die Polarisation schadet der gesamten DSH Zucht. Teilung und Ausschließung ist nicht sinnvoll und überschattet die Debatte über die Zukunft des DSH „made in Germany“, die führende Position des SV innerhalb des WUSV und die gesamte Qualität der Rasse in der ganzen Welt. 

Die ungeteilte Ära


Bernd vom Lierberg


Seffe vom Busecker Schloss


Frei von der Gugge


Nico vom Haus Beck


Mike vom Bungalow


Greif vom Lahntal

Die Welt und die Gesellschaft haben sich geändert. Die wichtigste Aufgabe des DSH ist seine Rolle als Begleithund in einer komplexen Umgebung. Dr. Malcolm Willis (1998) sagt: „Typ- und Verhaltensmerkmale sind die wichtigsten Merkmale in der Hundezucht.“ Natürlich akzeptieren wir alle, dass Gesundheit und Erhaltung der Stabilität, also Fitness auch bei unseren älteren Hunden Priorität hat. Willis erklärt, dass es ein Basisprinzip der Tierzucht ist, dass die Aufgabe schwieriger wird, je mehr Merkmale jemand in sein Zuchtprogramm einzubringen versucht. Ich denke wirklich, dass wir zu viele potentielle Zuchttiere, sowohl in der Hochzucht als auch in der Leistungszucht durch Borniertheit und weil wir aus einer Einbahnstrasse auswählen, ausschließen. Wenn z. B. ein Hund nicht absolute Spitze bei einer Schau (VA) ist, werden wir ihn wegen des Welpenmarktes nicht als Zuchtpartner erwägen. Das gleiche ist es bei den Gebrauchshundleuten, der Hund muss in der Gebrauschshundszene berühmt sein. In Wirklichkeit schließen wir vielleicht die wünschenswerteren Hunde aus, wenn wir an die ganzen Merkmale denken, die wir von einem DSH verlangen, der geeignet ist in unserer Zeit zu leben oder sogar zu überleben. 

Nach der Prüfung der Zucht eines Jahres in den Niederlanden, kam die wissenschaftliche „Hirschfeld Stiftung“ des holländischen Kennel Clubs in Zusammenarbeit mit dem holländischen Deutschen Schäferhund Clubs, in ihrem Bericht von 1997 zu dem Schluss, dass es im allgemeinen weniger Gesundheitsprobleme gab als man erwartet hatte. Aber nach Meinung der Schäferhundbesitzer in den Niederlanden rangierten Verhaltensprobleme an erster Stelle.

Diese Probleme waren –

  1. Aggressivität.

  2. Ängstlichkeit/Nervosität.

  3. Ungehorsam/ Widerspenstigkeit

  4. Hyperaktivität, sehr laut

2002 bildete der holländische SV ein Komitee, das das Problem des verbotenen Gebrauchs von elektrischen Halsbändern beim Training von Hunden beraten sollte. Das Komitee stellte ein Zuwachs beim Gebrauch dieser Halsbänder beim Training fest und gab an,  dass es eine Verbindung zu allzu extremer Zucht gab. Die Körmeister wurden angewiesen, sehr wachsam zu sein und Tiere mit widerspenstigem Verhalten oder die eine Tendenz zur Aggressivität zeigen, von der Zucht auszuschließen. Das bringt uns zu der Frage: Wenn wir das Wesen verbessern wollen und das Instrument der Körung nutzen, sollte dies durch einen schärferen Schutzdienst geschehen oder benötigen wir einen verbesserten Wesenstest? Ist der von Leistungsrichtern geforderte schwerere Schutzdienst die Lösung? 

Wir sollten zumindest darüber beraten und das nicht einer Delegiertenversammlung des SV überlassen, bei der die Teilnehmer ihre Entscheidungen in einer von Polarisation belasteten Atmosphäre treffen. Ich selbst zum Beispiel hatte bei einer von mir geleiteten Körveranstaltung in Holland im Dezember 2002, über 40 DSH zu kören. Die Mehrheit kam in Klasse2. Beim Schutzdienst sah ich einige außergewöhnlich gute DSH. Am selben Tag wurden in einem kleinen Raum von einem Tierarzt DNA Tests durchgeführt. Die Hunde mussten eine überfüllte Kantine betreten. Später erfuhr ich, dass einige der Hunde, die beim Schutzdienst extrem gut gewesen waren und hohe Standards in den Prüfungen erreicht hatten, sich bei den DNA Tests sehr nervös verhielten. Einige der Hunde konnten nicht ohne Maulkorb getestet werden. Das grundlegende Wesen wird beim Schutzdienst nicht geprüft. Ich würde den Ring lieber mit einem „Normal“ im Schutzdienst verlassen und mit einem hervorragenden Verhalten in der oben genannten Situation beim DNA Test. Ein weiteres Problem ist sind die geänderten Kriterien beim SchH, VH oder IPO Trainings, nicht für den Hund aber für seinen Besitzer. Ich kann ihnen sagen, dass es sie bei zweimaligem wöchentlichem Training, ein Jahr kosten wird, einen DSH dahin zu trainieren, die SchH1 zu erhalten. Sie benötigen gute Ausbilder und geübte Helfer. Das erfordert heutzutage, wo die Menschen viele Verpflichtungen haben sehr viel persönlichen Zeiteinsatz und Fähigkeiten, besonders wenn man auf dem Trainingsplatz stundenlang warten muss, bis man an die Reihe kommt. Testen wir die Leistungsfähigkeiten des Hundes oder die des Trainers? Wie viele potentiell gute Hunde schließen wir aus? Die heutige IPO verlangt bei der Unterordnung ein hohes Maß an Perfektion. Die Unterordnung ist auch zum wichtigsten Teil des Schutzdienstes geworden. In ihrer Dissertation (München 1979) schlussfolgert und bezweifelt Dr. Margaret Pfleiderer Hogner, dass Unterordnung eine genetische Eigenschaft ist. Ich stimme aber voll und ganz Willis (1998) zu. 

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Fehler beim Training und der Arbeit mit Gebrauchhunden kann zerstörerische
Konsequenzen für das Verhalten haben.
 

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Auswahl nach physischer Schönheit ist nur von äußerst geringem Wert, es sei denn sie ist mit Gebrauchseigenschaften verbunden und solche Züchtungen, die ihre Gebrauchshund Qualitäten erhalten haben, sollten zur Verbesserung ausgewählt werden, damit diese Tugenden nicht verloren gehen.
 

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Wie Willis, denke ich, dass die Körung ein wichtiges Mittel ist, um die Hunde zu messen und nach dem Rassestandard zu beurteilen, aber eine Beurteilung des Wesens/der Arbeit muss eingeschlossen sein.

Ich denke die Aussage im WUSV(jährlicher Bericht der WUSV Sitzung vom 9. September 2002 in Karlsruhe) sollte von allen Mitgliedsorganisationen des WUSV aufgenommen werden.

Mindestkriterien für ein Anfangsprogramm 

  1. Prüfung des Sozialverhaltens gegenüber Menschen und Tieren; (Schweizer Wesenstest). Prüfung auf Umweltreize (akustische und optische). Schussfestigkeitstest. Beutetrieb mit dem
     

  2. Begleithund Urkunde (BH)
     

  3. Veranlagung für Fährtenarbeit

In seinem WUSV Bericht sagte Messler – Arbeiten ist für den DSH essentiell. Ihn nur in einem Zwinger zu halten, ist eine Qual für die Gesundheit seines Geistes und Körpers. Ich persönlich bin der Meinung, dass wir mehrere Aufgaben für unseren DSH finden müssen, damit er seine Position als Helfer des Menschen behalten kann. 

Mein Rat und Wunsch ist, dass die Spaltung, das Ausschließen und der Separatismus in der DSH Zucht aufhören. Mehr gesunder Menschenverstand bitte! Keine Einbahnstrasse, sondern eine übergreifende Auswahl aus übergreifenden Charakteristiken.

Die richtige Kombination lautet nicht Extrem gepaart mit Extrem. Die Hochzucht muss die Leistungszucht einschließen und umgekehrt. Manchmal mag es sich erweisen, dass der Hund, den sie ausschließen wollen in Wirklichkeit der ist, den sie am dringendsten brauchen. Das bedeutet auch mehr genetische Vielfalt. Wir brauchen keine Einkreuzungen anderer Rassen wie am Diskussionsabend in Viernheim 2003 von Helmut Raiser erklärt wurde. Ich denke, wir brauchen ein Europäisches Komitee für Zuchtangelegenheiten mit ausgezeichneten Genetikern und sehr erfahrenen Züchtern, die den Unsinn stoppen können. 

11. STÄRKEN UND SCHWÄCHEN DES KONTINENTALEN SCHAU- UND ZUCHTSYSTEMS 

DIE STÄRKEN

Der SV ist eine sehr gut organisierte und professionell gemanagte Organisation. Es gibt ein System lokaler Vereine, erfahrene Ausbilder, Helfer und gut ausgebildete Richter. Die Qualität der Rasse ist im Allgemeinen hoch und im Moment haben die Standards einen so hohen Stand erreicht, dass weitere Verbesserungen zu Übertreibungen führen könnten. Der SV kontrolliert und managt die DSH Zucht und schützt die Interessen des DSH in Deutschland und dominiert den WUSV- das aber wahrscheinlich eher wegen der Schwäche der anderen zugehörigen Mitglieder! Die Initiativen bei HD, besonders das Zuchtwert System, das ED Schema und DNA Programme verdienen unsere Bewunderung. Die Hauptzuchtschau und die Bundessiegerprüfung sind gut organisierte Mega-Events. Bevor wir die Schattenseiten erwähnen, muss man zugeben, dass es auch sehr viel Sonnenschein gibt. 

DIE SCHWÄCHEN

Offensichtlich haben wir in der Zucht im Moment einen Engpass sowohl in der Hoch- als auch in der Leistungszucht, sowie einen Mangel an genetischer Vielfalt. Herr Messler war nicht in der Lage, dies zu stoppen und Alternativen vorzustellen. Hoffentlich kann Herr Orschler in- oder außerhalb Deutschlands welche finden. Der Deutsche Schäferhund ist nicht allein der Wienerau/Arminius Typ. In der Schau-Welt gibt es zu viele Interessensgruppen. Man sieht Teams, die manchmal wie ein „Kartell“ operieren und zu viel Einfluss auf die individuelle Auswahl bei der Zucht und beim Ausstellen ausüben. Zuweilen gibt es die Tendenz, den Markt zu kontrollieren und die Ausstellungswelt durch die Ausschließung anderer zu beeinflussen. Es gibt nicht immer Chancengleichheit. Unter gut unterrichteten Richtern gibt es die Tendenz, ihre Entscheidungen aufgrund selbsterfüllender Versprechen zu treffen. Die Hauptzuchtschau gleicht zu sehr einem „schön, schöner, am schönsten“ Schema und weniger einer Zuchtschau. Die Kriterien für die Nachkommengruppen sollten revidiert werden. Die Hauptzuchtschau sollte mehr eine Weltschau des WUSV sein. Im Moment wirkt sie zu sehr wie ein deutsches Schaufenster für die deutsche Zucht. Bürokratie und zu viele Regeln bieten privilegierten Gruppen Vorteile und das führt zu einer Form von Protektionismus ihrer eigenen nationalen Interessen und zu Konflikten mit den Ideen eines WUSV. Wir in Europa vergessen manchmal den einfachen Besitzer eines DSH. Wir müssen die ganze Sache mit seinen Augen sehen und etwas dafür tun, dass er sich daran beteiligen kann. Wir müssen das Image des DSH in der heutigen Gesellschaft verbessern. Wenn der DSH ein Gebrauchshund ist, muss man mehr bieten als nur Schutzhund oder IPO. Es gibt einen Unterschied zwischen SPORT und ZUCHT. Im Moment sind die hohen Anforderungen im Leistungssport die Kriterien, die für Zucht und Ausstellung gelten. Setzen diese Anforderungen beim Besitzer/Trainer (Sport) an oder dienen sie wirklich Zuchtzielen? Bei Ausstellungen bestimmt bisweilen das Image (Leistungen aus der Vergangenheit) eines Hundes das Ergebnis und nicht die eigentliche Präsentation. Ist es möglich einen Sieger im Schauring zu schlagen? Es muss Kritik geben, auch aus anderen Ländern, die unabgängiger sein und mehr Initiative ergreifen sollten. Züchter, Richter und Vereine müssen weniger imitieren und nicht noch mehr vom Gleichen machen. 

In einer Forumsdiskussion (2003) sagte Herr Füller vom berühmte „Kirschental“ Zwinger (Hütehunde):

„ Ich denke, dass viele der derzeitigen Probleme bezüglich der Gesundheit und der Gebrauchsfähigkeiten, das Ergebnis wiederholter Inzucht mit den gleichen Vorfahren ist, wie wir es auch in der Leistungszucht sehen. Ich glaube, und andere erfahrene Züchter werden mir da zustimmen, dass ein Wurf ohne Inzucht (Auskreuzung) robuster ist, und es gibt weniger Probleme. Dasselbe zeigt sich bei landwirtschaftlicher Viehzucht. Wir haben einen wunderbaren einheitlichen Typ gezüchtet, aber was hat es uns gekostet? Die ersten 50 Hunde einer Hauptzuchtschau sind alles Doppelgänger und haben die gleiche Anatomie und das gleiche Erscheinungsbild. ABER WIR BRAUCHEN KEINE UNTERSCHIEDSLOSE GESAMTHEIT. WIR BRAUCHEN MEHR VIELFALT, BESONDERS BEI DEN BLUTLINIEN. WIR BRAUCHEN FÜR UNSERE ZUCHT EIN BREITERES FUNDAMENT.“ 

Wenn heutzutage ein Züchter seine Hündin decken lässt, ist er nur selten in der Lage alle Welpen für sich zu behalten. Die meisten muss er verkaufen. Wenn sie ihre Welpen verkaufen möchten, muss der Vater ein namhafter Rüde sein, ein Spitzenhund von der Hauptzuchtschau oder der Bundessiegerprüfung. Das müssen wir ändern. 

Vorschläge, wie kann man die Basis der Blutlinien erweitern kann: 

(1).  VA sollte nur an anatomisch gut gebaute und gesunde Hunde vergeben werden, deren Zuchtwert unter 100 liegt und die bewährte Zuchttiere sind. Ein Hund sollte nur zweimal mit dem VA ausgezeichnet werden. Der neuen Generation muss eine Chance gegeben werden.

(2). Nur Hunde die das VA zwei Mal erhalten haben können Sieger werden.

(3).  Einem Sieger ist es nicht erlaubt, im nächsten Jahr an der HZS teilzunehmen.

(4).  Ein Richter darf einen Hund nicht automatisch in die VA Gruppe platzieren, nur weil sein Vater oder seine Mutter VA war.

(5). Die Richter der Erwachsenenklassen sollten jedes Jahr wechseln. Jeder Mensch hat seine eigenen Vorlieben und Abneigungen. Mehr Hunde sollten sich unterscheiden,  vielleicht sogar andere Typen und Farben. Ich will nicht alles radikal verändern, aber das ist meine Denkweise. 

ZUCHT

Wir brauchen im 21. Jahrhundert eine geänderte Verfahrensweise, um die Zucht und Haltung des DSH zu regeln. In den Niederlanden hatten wir in unserem Kennel Club intensive Diskussionen über Zuchtregeln. Der Einfluss der Regierung und regionale  Regierungsgesetze bedrohten die Zucht und Haltung des DSH. Auch europäische Gesetze und Tierschutzorganisationen spielen eine maßgebliche Rolle beim Schutz der Tiere und Käufer. Auch ein Welpe wird als Ware angesehen. Der niederländische SV hat in dieser Richtung Eigeninitiative gezeigt. Es gibt nun festgelegte Regeln für die Zucht, die von den Mitgliedern des Holländischen Schäferhund Vereins akzeptiert werden und warten eigentlich darauf, dass auch unser Kennel Club sie einführt. Das bedeutet, dass es neue Perspektiven gibt: bei der Gesundheit, Kontrolle von Verhaltensmerkmalen, Zuchtbeschränkungen bei Rüden und Hündinnen, dem Schutz zum Wohl der Tiere und der Berücksichtigung der Käuferrechte.  

Wir wissen sehr gut, dass wir uns nicht auf eine kleine Gruppe von Top Züchtern oder Top Sportsleuten in der Gebrauchshundszene fokussieren können. Der durchschnittliche Käufer eines DSH Welpen will Qualität. Seine Prioritäten sind: ein Hund mit guter Gesundheit, ein eindeutiger Vertreter seiner Rasse mit einem einwandfreien Charakter und ein zuverlässiger Begleiter. Er möchte einen leicht zu führenden, gehorsamen Hund und, da er in einer arbeitsreichen Welt in eine Reihe von Aktivitäten eingebunden ist, sich entspannen und seine Mußestunden mit seinem Hund verbringen, aber keine bürokratischen Regeln. Der DSH kann dieser erstklassige Hund sein. Es ist unsere Aufgabe, den Deutschen Schäferhund so zu züchten und ihn als die Nummer 1 der besten Freunde des Menschen zu erhalten. Wenn von Stephanitz heute hier wäre, würde er auch dieses Ziel haben. Da bin ich sicher!

 

 
 
 
 
 

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