28. März 2010
Liebe Kathryn,
als Antwort auf den in der
“Zusicherung” des Kennel Clubs erwähnten Championship-Status im
Zusammenhang mit den DSH-Zuchtvereinen möchte ich Sie darüber in
Kenntnis setzen, dass die Deutsche Schäferhund-Liga Großbritanniens
zur Kenntnis genommen hat, dass ihr ab 2012 für Deutsche
Schäferhunde keine Kennel Club Challenge Certificates mehr zugeteilt
werden. Der Club hat eine Entscheidung aller Mitglieder veranlasst;
es wurde einstimmig entschieden, dass man die “Zusicherung” nicht
unterzeichnen werde.
Der Club beabsichtigt aber,
seine Championship Show 2010 in strikter Übereinstimmung mit den
Regeln des Kennel Clubs abzuhalten, auch sämtliche sonstigen
Kennel-Club-Veranstaltungen, die wir möglicherweise abhalten wollen,
werden in strikter Übereinstimmung mit den Kennel-Club-Regeln
stehen.
Wir hatten gehofft, dass eine
gemeinsame Basis für Diskussionen vorhanden wäre, nachdem aber die
Versuche der GSD-Partnership, ein weiteres Meeting mit Ihnen zu
vereinbaren, gescheitert sind und sämtliche weiteren Verhandlungen
anscheinend über die Medien vonstattengehen, nachdem auch auf
unseren Brief an Sie im Dezember 2009 außer einer
Empfangsbestätigung keinerlei Antwort erfolgt ist, wurde
entschieden, dass uns keine andere Wahl bleibt, als eben diesen
Standpunkt zu vertreten.
Unsere Mitglieder haben
entschieden, dass die Gesundheit unserer Rasse im Zusammenhang mit
allen Anforderungen sowohl für Ausstellungen als auch für die Zucht
im Vordergrund stehen soll; somit ist eine Übereinstimmung mit den
Anforderungen, die der Kennel Club stellt, auf diesem Bereich nur
schwer zu erreichen. Wir haben für unsere Mitglieder seit langem
angeregt, dass alle Tiere durch eine Tätowierung oder einen Chip
identifizierbar sein sollen, weiterhin sind wir der Meinung, dass
Gesundheitstests keinen Wert haben, solange keine eindeutige
Identifizierung der Tiere möglich ist, ein Bereich, der von der BVA
(British
Veterinary
Association)
nicht berücksichtigt wird. Wir sind gleichfalls der Meinung, dass
zur Bestimmung der Eltern so früh wie möglich DNA-Tests durchgeführt
werden sollen, um die Rassereinheit akkurat gewährleisten zu
können.
Wir sind auch seit Langem
dafür, dass vor der Zucht die Gesundheit aller Tiere untersucht
werden soll; dieser Bereich bleibt vom Kennel Club sogar in seinem
Standardwerk „Das anerkannte Züchterprogramm“ nach wie vor
unberücksichtigt.
Der Teil der „Zusicherung“, den
unseren Mitgliedern völlig abwegig erschien, war die Idee, dass von
uns erwartet wird, unserer Meinung nach über alle Zweifel erhabenen
Zuchtrichter-Spezialisten vorzuschreiben, wie sie zu richten haben.
Dies wurde in den letzten
Wochen deutlich, in denen eine Verurteilung durch das Fernsehen
stattfand – nicht nur unserer Best of Breed-Gewinner bei Crufts,
sondern auch des Zuchtrichters, der von Ihnen selbst bestimmt worden
war und der diese Bewertung vergeben hat. So etwas hätte niemals
stattfinden dürfen; wir hoffen, dass eine umfassende und
bedingungslose Entschuldigung erfolgt, an die Adresse des Besitzers
des Hundes, des Züchters und des Schiedsrichters, Herrn Robert
Kinsey. Weiterhin sollte man sich bei einer unserer Senior Citizen
Members entschuldigen, von der man verlangte, dass sie sich und
ihren Welpen nicht nur aus dem Ausstellungsteam entfernen solle, dem
sie zugeteilt war, sondern darüber hinaus aus der Show selbst. Dies
war eine extreme Demütigung.
Wir werden weiterhin
Veranstaltungen nach den Regeln der WUSV abhalten, um gesunde
Deutsche Schäferhunde sowohl für die Ausstellung als auch zur Arbeit
zu unterstützen, was unserer Ansicht nach wichtiger und vorrangiger
ist als die Zuteilung eines Challenge Certificates, das jedem Tier
zugesprochen werden kann, unabhängig davon, ob bei dem Tier
Gesundheitsuntersuchungen vorgenommen wurden oder ob solche sogar
durchgeführt wurden und dabei mangelhafte Ergebnisse festgestellt
werden mussten. Wir stellen in diesem Zusammenhang auch fest, dass
die Zuteilung von Challenge Certificates für Welpen auf unsere
jüngste Rasseentwicklung nur einen nachteiligen Einfluss haben
kann.
Allerdings sind wir immer noch
der Meinung, dass im Bezug auf den zukünftigen Weg unserer Rasse,
des Deutschen Schäferhunds, Raum für Diskussionen verfügbar ist, wir
sind ebenfalls jederzeit bereit, auch in der Zukunft mit dem Kennel
Club zu verhandeln.
Mit freundlichen Grüßen
Nikki Farley
Geschäftsführende Vorsitzende